Persona non grata: Mallorca-Verbot für Donald Trump?

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Trump Mallorca
© depositphotos/matfron, dpa

Bald könnte der US-Präsident erfahren, wie es ist, in ein Land nicht mehr einreisen zu dürfen. Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine ganze Nation, dafür aber um eine der beliebtesten Urlaubsinseln Europas. Allem Anschein nach droht Trump Mallorca Verbot. Um gegen seine Flüchtlingspolitik zu protestieren, soll der Milliardär zu einer „persona non grata” erklärt werden.

Inselratspräsident Miquel Ensenyat verfolgt den Plan, dem Plenum im Juli einen Antrag vorzulegen, der Trump — im Fall der Zustimmung — zu einer „unerwünschten Person” erklären würde. Zur Begründung führte Ensenyat laut der Mallorca-Zeitung an: „Trump repräsentiert genau das Gegenteil vom dem, was wir auf Mallorca fühlen. Wir sind eine Insel, die andere Menschen aufnehmen, weil wir mit dem grausamen Schicksal der Einwanderer mitfühlen.”

Zwar ist nicht davon auszugehen, dass das Leben des US-Präsidenten dadurch ernsthaft eingeschränkt werden würde, doch ein deutliches Zeichen gegen seine Migrationspolitik wäre es allemal. Es ist nicht die erste Reaktion, die Trump dieser Tage hinnehmen musste. Kürzlich ging ein Foto um die Welt: Ein zwölfjähriges Mädchen aus Honduras steht weinend an der Grenze, während dessen Mutter von einem Grenzpolizisten durchsucht und festgenommen wird. Das Time-Magazin bildete diese Szene auf dem Cover seiner aktuellen Ausgabe ab — mit Hilfe einer Collage.

Warum Trump Mallorca (und den Rest der Welt) besser nicht besuchen sollte

Dass die Time Trump zeigt, wie er auf das weinende Mädchen von oben herabblickt, sagt eigentlich alles über die aktuelle US-Einwanderungspolitik. Tausende Kinder wurden in den vergangenen Wochen und Monaten an der Grenze zu Mexiko von ihren Eltern getrennt, wenn diese als illegale Einwanderer im Gefängnis landeten. Trumps eiskalte Reaktion auf die Proteste gegen dieses Vorgehen: In Zukunft werden illegal eingewanderte Familien gemeinsam eingesperrt, um eine Trennung zu vermeiden.

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Angesichts dieser herzlosen Reaktion könnte man meinen, dass Trump in Arenal den einen oder anderen Liter Sangria zu viel getrunken hat. Doch das stimmt leider nicht, der meint das wirklich ernst.

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