„F**k you, Trump”: Green Day und Imagine Dragons reden Klartext

Wer in diesen Tagen auf ein Musikfestival geht, wird besondere Momente erleben. Denn Rechtspopulismus, Bedrohungslagen und Terror führen dort vor allem zu noch mehr Zusammenhalt. Die Freiheit wird zelebriert. So geschehen beim „Pinkpop”-Festival am vergangenen Pfingstwochenende:  Green Day, Imagine Dragons und viele weitere machten deutlich, was sie vom aktuellen Weltgeschehen derzeit so halten…

Die Festival-Saison hat begonnen. Und zwar in einer Zeit, die politisch und gesellschaftlich emotional aufgeladen ist, wie schon lange nicht mehr. Da war eben erst der Anschlag auf Musikfans in Manchester, gefolgt von einer Terrorattacke in London. Unterdessen sorgt Donald Trump weiterhin für Unmut und steigt neben Syrien und Nicaragua aus dem Klimaabkommen aus. Für US-Stars wie Green Day oder Imagine Dragons eine offensichtlich sehr peinliche Situation.

Passenger: „We don’t have to listen to this Bullshit!”

Imagine Dragons-Sänger Dan Reynolds entschuldigte sich während seines Auftritts auf dem niederländischen „Pinkpop”-Festival für sein Land. Es gäbe keinen Platz für Rassismus, erst recht nicht auf einem Festival, wo so viele unterschiedliche Menschen und Kulturen aufeinanderträfen. Er sendete stattdessen Liebe: „Love music, share peace and share love”, so die unmissverständliche Botschaft des US-Sängers. Die Fans antworteten und hielten Peace-Zeichen in die Luft. Auch der britische Sänger Passenger konnte sich ein Wort über die aktuelle Situation nicht verkneifen: „Wir sehen in den Nachrichten derzeit so viel Mist”, und wurde am Ende mehr als deutlich: „We don’t have to listen to this Bullshit”. Die Fans bejubelten den Satz und widmeten sich schließlich wieder der Musik.

Green Day: „F**k you, Donald Trump”

Eine wahre Brandrede, während des fast zweieinhalbstündigen Gigs, kam dagegen von Green Day, bzw. vom Frontmann Billie Joel Armstrong. Es war eine Rede gegen Homophobie und gegen ein „American Idiot” namens Donald Trump. Auch beim Green Day-Frontmann konnte man sowas wie eine „Entschuldigung” vernehmen. Er machte es kurz und deutlich: „F**k You, Donald Trump”. Nach dem Motto: Die USA sind nicht Trump.

Die Rede von Billie Joel Armstrong im Video (wenn auch in schlechter Qualität):

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