Hippie-Festival in Matala: Einmal im Jahr zurück in die 60er!

Hippie-Festival in Matala
© 2GLORY

Wieder Ruhe! In Matala, einem noch fast verschlafenen ehemaligen Hippie-Ort im Süden von Kreta, herrscht wieder der ganz normale Alltag. Was für ein Unterschied zu den vergangenen Tagen, als das Hippie-Festival in Matala die Massen elektrisierte. Ein Erlebnisbericht!

Der bunt bemalte VW-Bus ist ein Symbol der Hippie-Zeit.

Bereits die Tage zuvor lassen erahnen, dass hier etwas ganz Großes anstehen soll. Schweres Gerät wird aufgefahren, um Straßenränder, Felder und Grünflächen (eigentlich handelt es sich eher um verdorrten Rasen) zu begradigen und diese in 3‑Tages-Parkplätze zu verwandeln. Immerhin werden täglich nicht weniger als 20.000 Festivalbesucher erwartet, und die müssen schließlich irgendwo ihre Fahrzeuge abstellen. Auch im Ort selbst herrscht bereits ein munteres Treiben. Schulkinder, Künstler aus der Umgebung sowie mehr oder weniger begabte Frauen und Männer bemalen die einzige Straße in Matala mit den unterschiedlichsten Motiven – eine einmalige und (leider) auch vergängliche Vernissage auf den Pflastern des ehemaligen Fischerdorfes.

Traditionelle Klänge beim Hippie-Festival in Matala

Der erste Tag des Festivals wirft seine Schatten – oder sollte ich besser sagen – seine Töne voraus. Wir sitzen auf der Terrasse unserer Lieblingstaverne Sunset (der Name hält dank der unbeschreiblichen Sonnenuntergängen genau das, was er verspricht) hoch über Matala mit Blick zum Meer auf der einen und dem bereits gut gefüllten Strand der Bucht zur anderen Seite. Die große Bühne ist bereits seit Tagen aufgebaut und das Wummern der Bässe und Gitarren-Soli vom Soundcheck der einzelnen Bands dringen zu uns herüber. Festivalbesucher mit Blumen in den Haaren und buntem Bodypainting steigern die Vorfreude auf die diversen Bands. Das Highlight des Abends lässt nicht lange auf sich warten: Die griechische Gruppe LOCOMONDO rockt gegen Mitternacht die gesamte Bucht. Die Mischung aus traditioneller Musik, Reggae-Elementen und anderen karibischen Klängen macht den zweistündigen Auftritt zum gelungenen Abschluss des ersten Tages.

Back in the 60’s!

Große Musiker wie Cat Stevens oder Bob Dylan prägten diesen Ort.

Am nächsten Tag geht es weiter. Während wir beide noch etwas angeschlagen zum „Mittagsfrühstück“ im Sunset sitzen, sind die Proben der heutigen Gruppen bereits in vollem Gange. 20 Uhr – wir sind wieder fit. Noch besser drauf ist allerdings die Cover-Band THE doors – RIDERS ON THE STORM, die auf der Bühne so richtig Gas gibt. Spätestens in dem Moment, als sie den Track intonieren, dessen Namen sie sich selbst verpasst haben, gibt es kein Halten mehr. Im Anschluss sind wir genauso fertig wie die Bandmitglieder – wir sind „back in the 60’s“. Den Abend lassen wir bei Bier und Raki (Kretischer Schnaps, nicht zu verwechseln mit dem türkischen Getränk gleichen Namens) etwas weiter von der Bühne entfernt ausklingen.

Im Takt des Sounds im Mittelmeer planschen

Auch der dritte Tag steht ganz im Zeichen vom Hippie-Festival in Matala. Wir lassen es jedoch etwas ruhiger angehen – eine Entscheidung, die übrigens nicht dem Raki des Vorabends geschuldet ist. Vielmehr ist uns heute einfach danach, der Musik mit einigem Abstand zu lauschen, das Essen in „unserer“ Taverne zu genießen und im Takt des Sounds im warmen Mittelmeer zu planschen. Mein Fazit: Drei grandiose Tage sind zu Ende, die uns fast (wieder) in Hippies verwandelt hätten. Jetzt ist die Zeit der Erholung, Erholung und Erholung gekommen.

Über den Autor

Hippie-Festival in Matala

Reinhard Ebbecke (66) und seine Ehefrau Beate haben vor rund 15 Jahren ihr Herz an Matala verloren – einem verträumten Fischerdorf auf Kreta, das auf eine lange Hippie-Tradition zurückblicken kann. Große Musiker wie Bob Dylan und Cat Stevens lebten dort eine Zeitlang und ließen sich von dem Matala-Slogan „Today is Life, Tomorrow never comes“ treiben. So auch der Autor dieses Gastartikels, den es Jahr für Jahr auf die griechische Insel zieht – auch um das Hippie-Festival in Matala live zu erleben. Exklusiv für die Leser von 2GLORY gibt der passionierte Segler Einblicke in sein persönliches Paradies auf Erden. Weitere Infos und Einblicke in die Hippie-Kultur auf Matala findest du hier!

Read more

Hinter den Kulissen von O₂: Ein tiefgehender Blick auf die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

Hinter den Kulissen von O₂: Ein tiefgehender Blick auf die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

Wer durch deutsche Fußgängerzonen schlendert oder im Fernsehen Werbeblöcke verfolgt, begegnet ihr fast täglich: der Marke O₂ mit ihrem markanten blauen Logo und den aufsteigenden Luftblasen. Doch der rechtliche und wirtschaftliche Motor, der dieses gewaltige Telekommunikationsnetzwerk in Deutschland am Laufen hält, trägt einen Namen, der vielen Verbrauchern oft erst auf

By 2GLORY Redaktion
Unbekannte Abbuchung von LogPay Financial Services GmbH – WER steckt dahinter und WOFÜR ist das?

Unbekannte Abbuchung von LogPay Financial Services GmbH – WER steckt dahinter und WOFÜR ist das?

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher staunen nicht schlecht, wenn ihr Smartphone plötzlich vibriert und eine Push-Benachrichtigung von PayPal eine erfolgreiche Zahlung meldet – an einen Empfänger, den sie noch nie zuvor gehört haben. Auch beim routinemäßigen Blick auf den digitalen Kontoauszug sorgt eine SEPA-Lastschrift der LogPay Financial Services GmbH oft für hochgezogene

By 2GLORY Redaktion
Unerwartete Post von der Riverty Services GmbH – WAS steckt dahinter und WIE sollten Sie reagieren?

Unerwartete Post von der Riverty Services GmbH – WAS steckt dahinter und WIE sollten Sie reagieren?

Ein Brief oder eine E-Mail mit der Überschrift „Zahlungsaufforderung“ oder gar „Inkasso“ lässt bei den meisten Verbraucherinnen und Verbrauchern im ersten Moment die Alarmglocken schrillen. Wenn als Absender dann auch noch die „Riverty Services GmbH“ auftaucht – ein Name, den viele noch nie zuvor gehört haben –, ist die Verunsicherung groß. Oftmals

By 2GLORY Redaktion