Hype: Foto-App Prisma macht süchtig

Prisma
Shari Hosseini
Shari Hosseini
20.07.2016

Achtung liebe Filter-Süchtige: Es gibt eine neue App und die heißt Prisma.

Die engste Beziehung, die man heutzutage hat, ist tatsächlich die zum eigenen Smartphone. Selbst wenn man nicht gerade telefoniert oder Nachrichten schreibt, dann hängt man virtuell auf Facebook ab oder spielt Pokémon Go. Wenn es nach AnnenMayKantereit geht, dessen Sänger Henning regelmäßig bei Live-Shows seine Abneigung gegen Smartphones ausspricht, dann sollten wir natürlich das Handy in der Hosentasche lassen. Zumindest bei ihren Konzerten, wenn er singt „Du bist überall, nur nicht hier“ und damit seinem Ärger über Handy-Videos Luft macht.

Aber was ist, wenn man aus den Bildern wieder Kunst macht? Wenn man Szenen schafft, die man sonst aus Science-Fiction oder Animations-Filmen kennt? Dann würde man sich sicherlich die Aufnahmen wiederholt anschauen. Langweilige Videos bekommen einen visuellen Bonus und verwandeln sich sogar in Musikvideos.

Das erste Prisma-Musivideo:

Selfies werden wieder viel cooler, wenn man aus den über 20 verschiedenen Kunst-Filtern wählen kann. Tinder und Kunstlehrer sind bestimmt sehr dankbar für diese neue App, wenn man beim Erstellen eines neuen Profilbildes sogar über die verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte und die wichtigsten Kunstwerke etwas lernt.

So viele Möglichkeiten, dass man sich damit stundenlang beschäftigen kann. Noch ist die App kostenlos, jedoch werden die Bilder mit Wasserzeichen versehen.

This new app will change the way you look at Instagram.

Gepostet von A Plus am Dienstag, 19. Juli 2016

Warum ist das so besonders?

Die Fotos werden nicht direkt auf dem Smartphone bearbeitet, sondern auf den Servern des Unternehmens. Angeblich dient es dazu, dass eine künstliche Intelligenz bzw. ein neuronales Netzwerk nicht nur einen Filter über die Bilder legt, sondern sie nach einer Analyse auf Basis verschiedener Parameter neu zusammensetzt. An dieser Stelle werden natürlich alle Datenschutzrechtler aufschreien, aber auch hier gilt dann wieder AnnenMayKantereits Standpunkt: Wenn es einem nicht gefällt, dann lässt man es. Natürlich gab es schon solche Filter vor 15 Jahren bei Photoshop, aber noch nie war die Anwendung so einfach.

Der sichtbare Erfolg in den sozialen Medien lässt vermuten, dass da noch einige Versionen von Prisma auftauchen werden. Wir bleiben gespannt.

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