Die Plattensammlung meiner Eltern: So wurde mir Musik in die Wiege gelegt

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Plattensammlung Eltern
© Unsplash/Jace & Afsoon
Dennis Ebbecke | Sponsored by Creeper
18.05.2020

Die Welt war, zumindest gefühlt, noch eine andere, als die guten, alten Schallplatten unser aller (Musik-)Leben bestimmten. Selbst der omnipräsente Begriff „gefühlt” war damals noch nicht Teil unseres Wortschatzes. Ich blicke im Folgenden auf eine Zeit zurück, in der ich die Vinyls von Neil Diamond über Simon & Garfunkel bis hin zu The Clash rauf und runter gehört habe. Doch warum so weit in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt!? Ein aktuelles Beispiel zeigt, dass die Schallplattensammlung der Eltern nie in Vergessenheit geraten ist.

Nur damit du es mal gehört hast: Eine CD ist diese kleine Scheibe (Compact Disc), die in den 90ern zum meistgenutzten Audioträger avancierte. Eine Schallplatte ist eine deutlich größere, schwarze Scheibe mit dem unübersehbaren Loch in der Mitte. Die beidseitigen Rillen dienen als analoge Tonträger für Schallsignale.

In der heutigen Zeit, und das ist die gute Nachricht für die Nostalgiker unter uns, braucht es diese Erläuterung eigentlich nicht wirklich, da die Schallplatte seit ein paar Jahren ein erstaunliches Comeback erlebt. Selbst die jüngere Generation weiß — trotz des anhaltenden Streaming-Trends — etwas mit diesen Scheiben anzufangen und den Wert eines Schallplattenspielers zu schätzen.

Warum die neuen Creeper-Songs ein Relikt der Vergangenheit und trotzdem hochmodern sind

Zu dieser Kategorie gehört unter anderem Will Gould, Mitglied der 2014 gegründeten, sechsköpfigen Punk-Rock-Band Creeper, die am 31. Juli ihr neues Album Sex, Death And The Infinite Void ins Rennen schickt. Die Engländer haben den Termin aufgrund der Corona-Krise verschoben — schlicht und einfach, weil sie davon überzeugt sind, dass die Veröffentlichung ein Event sein soll, das die Fangemeinde gemeinsam erleben kann. Bis dahin können sich die Creeper-Fans mit der Single Cyanide die Wartezeit vertreiben. Der Song erzählt von einer verbotenen Liebe, die dank einer Mischung aus Punk-Rock und Elementen von ausladendem 70er-Glam-Rock in einem unwiderstehlichen musikalischen Glanz erstrahlt.

Creeper unternehmen Zeitreisen in Echtzeit und fühlten sich während der Produktion der LP an alte Zeiten erinnert, wie Will erklärt: „Ian Miles und ich haben ähnliche Geschichten, wie wir die Platten unserer Eltern entdeckten. Diese abgenutzten Relikte der Vergangenheit in unseren Händen zu halten, sie zum ersten Mal aufzulegen und die Magie zu erleben, wenn sie durch die Boxen zum Leben erwachen. Mit all dem im Hinterkopf ist unser Albumcover der Versuch, dieser Verheißung gerecht zu werden.” Der Creeper-Sänger ist sich sicher, dass Sex, Death And The Infinite Void in die alte Plattensammlung ihrer Eltern passen würde. „Man könnte es auf einem staubigen Dachboden finden, die Spinnweben wegpusten, es in jedem erdenklichen Moment spielen und transportiert werden”, so Will Gould.

Foto: WMG

Die Schallplattensammlung der Eltern: mehr als ein emotionaler Wert!

Für mich persönlich, um auf das Ausgangsthema zurückzukommen, hat eine Vinyl einen ähnlich emotionalen Wert. Auch visuell hat das Zeitalter der Schallplatte bleibenden Eindruck hinterlassen, wie mir immer wieder bewusst wird, wenn ich an die Plattensammlung meiner Eltern denke.

Während ich mich an viele meiner CDs, die inzwischen im Keller ein — zugegebenermaßen — trauriges Dasein fristen, kaum noch erinnern kann, habe ich sofort ein Bild im Kopf, wenn ich zum Beispiel an die alten Platten meines Vaters denke. Ich weiß noch ganz genau, dass Neil Diamond auf dem Cover seiner Live-Vinyl Hot August Night keine Angst vor einem „Blue Jeans”-Outfit zeigt. Ich habe die Gesichtsausdrücke von Simon & Garfunkel auf ihrem Greatest Hits-Album noch bestens in Erinnerung und weiß, dass Paul Simon einen Hut trägt und bei Art Garfunkel die Locken sprießen. Diese Bilder hat vermutlich jeder im Kopf, wenn er an die Plattensammlung seiner Eltern denkt — von mir persönlich bis hin zu Will Gould von Creeper. Musik verbindet. Über Generationen und Genres hinweg. Ist das nicht wunderschön!?

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