Flugmeilen statt Reitstunden: Warum dir schon bald ein Pony im Flieger begegnen könnte

Pony im Flugzeug
© Unsplash/Chris Liverani
Dennis Ebbecke
24.02.2020

„Da steht ein Pferd auf’m Gang. Ein echtes Pferd auf’m Gang. Ja, ja ein Pferd auf’m Gang. Das ist so niedlich …” Was nach einem neuen Ohrwurm à la Klaus & Klaus klingt, ist eine wahre Geschichte, die erst in den USA die Runde machte und inzwischen auch bei uns in aller Munde ist. Sei bitte nicht überrascht, wenn du demnächst ein echtes Pony im Flugzeug als Sitznachbarn begrüßen darfst.

Der kleine Fred ist ein Vorreiter! Das Pony aus Newaygo County in Michigan wird aktuell von seiner Besitzerin zu einem Therapie- und Dienstpferd ausgebildet. Ein Jahr lang haben Ronica Froese und Fred intensiv darauf hingearbeitet, dass das Miniaturpferd eines Tages an Bord eines Fliegers gehen kann. Der Hintergrund: Das Pony soll zeigen, dass Pferde Menschen auch über den Wolken eine große Hilfe sein können.

Kleine Hunde, die süß aus der Handtasche des Frauchens hervorluken, dürften jedem Passagier schon einmal begegnet sein. Doch ein Pony im Flugzeug hält selbst für Vielflieger keinen alltäglichen Anblick bereit. Der eine oder andere kam allerdings bereits in den Genuss dieser besonderen Gesellschaft, denn Fred hat seinen Jungfernflug (von Grand Rapids über Dallas nach Ontario und wieder retour) schon absolviert. Und das mit großem Erfolg, wie Froese gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtendienst Fox 17 verraten hat: „Alle waren total lieb. Es hat keiner gegafft oder Angst gehabt. Die Erfahrung war viel besser, als ich erwartet hatte.”

In Flight Entertainment

Mommy fed me Timothy Pellets in flight. It was fun and entertaining. 🤠FredCan you believe how much room I have in first class? ABSOLUTE best way to fly the first time. #househorse #frecklebutt #evilearsjr #teenietinyhorseproblems #miniservicehorse #mommyshelper #redcarpetready #horseonaplane

Gepostet von Fred-Mini Service Horse am Samstag, 8. Februar 2020

Dieses Pony im Flugzeug bucht First Class!

Damit es dem Erstflieger an Bord an nichts fehlt, hat seine Besitzerin ein First-Class-Ticket gebucht. „Ich wollte, dass er sich wohlfühlt und genug Platz hat”, so Froese, die sich der neuen Herausforderung für ein Pferd in einem Jet durchaus bewusst ist. Mit seinem hellblauen Anzug hat das als „Service Horse” gekennzechnete Pony im Flugzeug einen bleibenden Eindruck hinterlassen — und natürlich auch in den sozialen Netzwerken.

Hinter der süßen Geschichte verbirgt sich übrigens eine wichtige Message: Da in der Vergangenheit laut Froese häufig schlecht ausgebildete Lebewesen als Service-Tiere mitgenommen wurden, hat das US-Verkehrsministerium die Mitnahme eingeschränkt. Fred dient als bester Beleg dafür, dass es auch anders geht. Sei also darauf vorbereitet, dass schon bei einem deiner nächsten Flüge ein Pferd auf’m Gang, ein echtes Pferd auf’m Gang (… und so weiter) stehen könnte.

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