Wahl-Wahnsinn: Urlaubsland wählt Fremdenfeindlichkeit

Fremdenfeindlichkeit, AfD
Thorsten Kolsch
04.09.2016

Da ist am 4. September 2016, ausgerechnet am Tag der Heimat, schon etwas besonderes passiert. Ein Urlaubsland wählt mit 21,9 Prozent der Stimmen, eine Partei als zweitstärkste Kraft in den Landtag, die Fremdenfeindlichkeit schürt. Kann man sich nicht ausdenken. 

Natürlich. Den allermeisten Wählern der AfD, ging es an diesem Sonntag nur darum, den etablierten Parteien einen Denkzettel zu verpassen. Dass sie nun aber mit dieser Haltung, die keine ist, das Gegenteil erreicht haben, wird ihnen wohl erst in den nächsten Wochen bewusst. Nämlich dann, wenn sie feststellen, dass der Schweriner Landtag defacto keine konstruktive Opposition mehr hat, von der konstruktive Vorschläge zur Gestaltung der Gesellschaft und des Landes kommt.

„Auf 100 Mecklenburger kommen über 400 Touristen!“

Stattdessen hat sich ein Land, dass vom Tourismus fast ausschließlich abhängig ist, für mehr Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung entschieden. So muss es jedenfalls in der übrigen Republik ankommen. Zeit, einmal auf die, zugegeben nicht immer ernstgemeinten, Reaktionen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zu blicken.

Hier sind die besten Wahl-Reaktionen bei Twitter & Co.:

Aus unserem Archiv: #ltwmv

Gepostet von Süddeutsche Zeitung Magazin am Sonntag, 4. September 2016

https://www.facebook.com/sascha.lobo.3/posts/10154536741196757

#wahlen in Mecklenburg-Vorpommern#ltwmv #meckPomm

Gepostet von Jugendliche Ohne Grenzen am Samstag, 3. September 2016

Und zu guter Letzt noch eine (Vor-)wahlempfehlung für die nächsten Wahlen:

Bitte unbedingt vor der Wahl oder Abstimmung informieren, wen oder was man wählt. #neinzurAfD #AfD #noAfD #Brexit #EU

Gepostet von NEIN ZUR AFD am Samstag, 25. Juni 2016

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