Mal wieder unpünktlich? Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben!

unpünktlich
© Unsplash / Fabrizio Verrecchia
Thorsten Kolsch
17.03.2019

In Deutschland unpünktlich zu sein, ist im Grunde nicht vereinbar mit der hiesigen Kultur. Soweit die weitverbreitete Meinung. Dabei ist Pünktlichkeit extrem überschätzt. Forscher und erfolgreiche Menschen belegen, dass es hier kein Falsch oder Richtig gibt. Hier sind 8 Gründe, weshalb es sich lohnen kann, zu spät zu kommen!

Ja, richtig gelesen. Mit dieser Liste möchte ich aufzeigen, dass ein „zu später” Start in den Tag kein Makel ist, etwa für Faulheit steht, oder gegenüber anderen, ein Mangel an Respekt sein muss. Es heißt sogar, dass Menschen, die dauernd unpünktlich sind, durchaus erfolgreicher sind. Entscheidend ist die Frage, welcher Typ du bist. Nicht umsonst werden, in vielen Ländern um uns herum, sogenannte Gleitzeitmodelle viel öfter praktiziert. Nach dem Motto: Komme wenigstens zur Kernarbeitszeit, alles andere ist uns egal.

Die 8 besten Argumente, unpünktlich zu sein:

1

Du bist Nachtarbeiter

Beispiel Kathryn Schulz: Sie ist TED-Rednerin und hatte dem New York Magazine verraten, dass sie meistens die ganze Nacht durcharbeitet. Warum tut sie das? Weil sie nachts oft die besten Einfälle hat. Das führt natürlich dazu, dass sie morgens nicht immer so schnell aus dem Bett kommt.

2

Du bist ein Multitasker

Oft hören wir, dass Multitasking nicht funktioniert, da das menschliche Gehirn so ausgerichtet ist, nur eine Sache gleichzeitig vernünftig erledigen zu können. Was dabei gern außer Acht gelassen wird? Es geht gar nicht um das simultane Erledigen von Aufgaben, sondern das Abarbeiten von Projekten. Letzteres ist in vielen Branchen völlig normal geworden. Daher sollten wir auch den Begriff „Multitasking” neu definieren. Wenn ich an fünf Projekten „gleichzeitig” sitze, kann es eben durch die Priorisierung vorkommen, dass ich Dinge nach hinten schiebe. Für den anderen sieht das dann natürlich wie eine unpünktliche Abgabe aus.
Mein Tipp: Rechtzeitig kommunizieren, wenn sich Verzug ankündigt.

3

Du bist ein Optimist

Klingt komisch, ist aber so. Denn Optimisten haben den „I Can Do That”-Spirit verinnerlicht. Sie kommen nicht selten sogar absichtlich zu spät, um noch die Zeitung zu Ende zu lesen oder mit ihrer Katze in Ruhe zu spielen. Warum können sie das? Weil sie davon überzeugt sind, dass sie den Berg Arbeit verdammt nochmal schaffen werden. Komme was wolle. Eine Studie unter Vertriebsmitarbeitern belegt diese Aussage sogar: Optimisten konnten 88% mehr verkaufen, als ihre Kollegen.

4

Du bist Autor oder schreibst viel

Solltest du Texter, Schriftsteller oder Journalist sein, wirst du dich vielleicht in James Joyce wiederfinden. Der irische Autor wachte immer erst um 10:00 Uhr auf und blieb dann noch eine Stunde lang im Bett liegen, versunken in Gedanken …

5

Du bist Typ B

Typ was? Persönlichkeitsforscher unterscheiden zwischen dem Typ A, der zielorientiert, ehrgeizig und ungeduldig ist, während dem Typen B Ausgeglichenheit, Emotionalität und Kreativität nachgesagt wird. In einem Test sollten Probanden schätzen, wann eine Minute vorbei ist. Die Versuchsteilnehmer von Typ A nahmen an, dass 58 Sekunden vergangen sind, während die Typ-B-Leute durchschnittlich 77 Sekunden zählten.

6

Du bist einfach kein Morgenmensch

Beispiel Bill de Blasio, Bürgermeister von New York. Im Observer verriet er, dass er schlicht und ergreifend kein Morgenmensch sei. Frühsport fängt bei ihm erst um 10:00 Uhr an. Trotzdem zählt er zu den erfolgreichsten Menschen in den USA.

7

Du bist kreativ und pragmatisch

Wenn du kreativ und dennoch pragmatisch denkst, siehst du das Große und Ganze. Die kleinen Probleme des Alltags werfen dich nicht aus der Bahn und du verhedderst dich nicht in Details. Das mag bei anderen mitunter vielleicht als unzuverlässig und egozentrisch gewertet werden, dabei lässt du dich nur nicht aus der Ruhe bringen.

8

Du verlässt dich komplett auf deine innere Uhr

Pharell Williams macht es, und viele andere auch: Sich auf die innere, biologische Uhr verlassen. Schlafforscher haben ohnehin festgestellt, dass der Schlaf viel gesünder sei, wenn man sich nicht manuell wecken lässt. Williams gelingt es regelmäßig ohne Wecker, aber pünktlich um 9:00 Uhr aufzustehen. Dafür schreibt er unter der Dusche oftmals ganze Songs und kommt bei anderen zu spät. Ist er deswegen faul? Wohl nicht.

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