Alltagsfragen: Warum sehen wir uns in einem Löffel verkehrt herum?

Warum sehen wir uns in einem Löffel verkehrt herum
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Lisa-Marie Yilmaz
05.10.2020

Hand aufs Herz: Wer hat sich nicht schon einmal in der Innenseite eines Löffels gespiegelt und sich dabei gefragt, warum das Spiegelbild kopfüber erscheint? Für alle, die sich eben diese Frage schon das ein oder andere Mal gestellt haben: We feel you! Grund genug, sich heute mit genau dieser Alltagsfrage zu befassen: Warum sehen wir uns in einem Löffel verkehrt herum?

Im Prinzip ist die Antwort auf die Frage nach dem Löffel und dem auf dem Kopf stehenden Spiegelbild ziemlich schnell erklärt: Denn die Innenseite eines Löffels ist nach innen gewölbt und funktioniert aus diesem Grund wie ein Hohlspiegel. Kleiner physikalischer Reminder: Bei einem normalen Spiegel treffen Lichstrahlen parallel aufeinander und werden somit fast gerade ins Auge zurückgeworfen. Die logische Folge: Wir sehen uns normal in unserem Spiegelbild. Durch die Krümmung der Löffelinnenseite werden die Lichtstrahlen jedoch abgelenkt. Bedeutet: Die Lichtstrahlen, die oben auf den Löffel treffen, werden nach unten und die Lichtstrahlen, die unten ankommen, werden nach oben zurückgeworfen. Auf diese Weise sehen wir unserer Spiegelbild auf dem Kopf.

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Das Kuriose: Kommen wir der Löffelinnenseite ganz nahe, ist unser Spiegelbild plötzlich richtig herum zu sehen. Das hat den Grund, dass sich die abgelenkten Lichtstrahlen in einem Brennpunkt in einiger Entfernung vor dem Löffel kreuzen. Bedeutet: Befinden wir uns hinter besagtem Brennpunkt, sehen wir uns im Spiegelbild der Löffelinnenseite verkehrt herum. Da sich die Strahlen in diesem Bereich ganz nah am Löffel noch nicht kreuzen, können wir uns richtig herum erkennen.

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