Bayern Wahl 2018: Arbeiten statt Analysieren!

Bayern Wahl 2018
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Thorsten Kolsch
15.10.2018

Die Bayern Wahl 2018 ist entschieden. Die beiden Volksparteien CSU und SPD fahren ihr schlechtestes Ergebnis ihrer Parteigeschichte ein. Und was ist die Konsequenz des Wahlabends? „Wir müssen das Wahlergebnis analysieren“, heißt es auf allen Seiten. 

Ohne Frage, die Bayern Wahl 2018 war ein politisches Erdbeben für die sogenannten Volksparteien. Die CSU verliert das erste Mal seit 1950 die absolute Mehrheit und bricht um 10,4 Prozentpunkte ein, während die SPD ihr Ergebnis halbiert und auf 9,6 Prozent purzelt. Die Grünen hingegen (17,7%) und die AfD (10,2%) können ihre Wahlergebnisse feiern, während sich die ehemals großen Parteien bedeckt halten. „Wir müssen das Ergebnis erst einmal analysieren“, heißt es von Wahlsendung zu Wahlsendung.

Bayern Wahl 2018: Geht an die Arbeit statt in die Analyse!

Dabei entsteht zunehmend die Frage, was denn bitte eine Analyse an neuartigen Erkenntnissen zu Tage fördern soll. Vergangene Wahlergebnisse und ständige Umfragen haben das Bild doch bereits längst gefestigt. Die CSU hat an Grüne und AfD verloren, da sie aufgrund ihres schlechten Regierungsstils auf Bundes- und Vorsitzebene schlicht das Vertrauen verloren hat. Die SPD hat hingegen verloren, da sie nötiges Profil verloren hat und ihre Arbeit von Streitigkeiten innerhalb der Union überlagert wurde.

Die besten und kuriosesten Tweets zur Bayern Wahl 2018:

Kurz: Es gibt nur zwei Wege, die besser als jede überflüssige Analyse sind: Kehrt wieder zur Sacharbeit zurück und stellt Egoismen, wie die eines Horst Seehofers, in den Hintergrund. Dann klappt’s vielleicht auch wieder mit dem Wähler.

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