Bemme, Kniffte, Bütterken: So vielseitig ist das deutsche Butterbrot!

Butterbrot
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Fabian Langkamp
30.09.2016

Es gibt Feiertage, die lassen einem das Wasser im Mund zusammen laufen — doch was hat das mit einem Butterbrot zu tun? Wer bei einem „kulinarischen” Feiertag an Weihnachten oder Ostern denkt, liegt zwar nicht falsch, unterschätzt aber vielleicht den Tag des deutschen Butterbrotes (30.09.). Wie beliebt und schmackhaft dieser Snack ist, beweisen die vielen verschiedenen regionalen Bezeichnungen, die es dafür gibt.

Den Begriff haben wir vermutlich Johann Wolfgang von Goethe zu verdanken, der einst niederschrieb, dass „Werther” mit einigen Kindern „das Butterbrod und die saure Milch teilte”. Noch heute nehmen viele Menschen Brot mit Butter und Aufschnitt als Arme-Leute-Essen wahr, Redensarten wie „für ein Butterbrot arbeiten” untermauern diese Theorie. Doch mal ehrlich: Es gibt Momente im Leben, in denen jeder Heißhunger auf lecker beschmierte Brotscheiben hat. Dieses Gefühl kennt man in ganz Deutschland — nur von Region zu Region unter einem anderen Namen…

Hier ist unsere kleine Butterbrot-Rundreise durch Deutschland:

1

In Nordostdeutschland/Berlin …

… sagt man Stulle oder Schnitte.

2

In Sachsen …

… heißt das Butterbrot Bemme.

3

Wer im Saarland …

… ein solches Brot schmiert, nennt das Resultat Butterschmier oder Butterschmeer.

4

Im Ruhrgebiet …

… schmiert man sich morgens schon mal eine Kniffte.

5

Am Niederrhein und im Sauerland …

… weiß man ein leckeres Bütterken zu schätzen.

6

Im Siegerland und im Wittgensteiner Raum …

… kommt in den eigenen vier Wänden eine Donge (oder auch Dong) auf den Tisch.

7

Möchtest du das Erzgebirge erkunden, …

… dann pack dir die eine oder andere Fieze ein.

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