#Boycott Dolce & Gabbana: Mode gegen Trump – oder doch nicht?

Josefine Rose
21.06.2017

Mode soll etwas ausdrücken und in Zeiten der Statement T‑Shirts war nichts so einfach, wie seine Meinung wortwörtlich offen mit sich herumzutragen. Mit der Kampagne und dem dazugehörigen Shirt, das den Schriftzug #Boycott Dolce & Gabbana trägt, geht das High End Label nun einen neuen Weg. Dabei stellt sich jedoch eine große Frage: Attackiert das Designer-Duo hier sich selbst oder ist alles eine gekonnte Promo Aktion?

Blicken wir zunächst einmal auf die Geschichte hinter dem weißen T‑Shirt mit dem roten Herz und dem eben genannten Schriftzug, denn eigentlich ist an allem nur Melania Trump, First Lady der USA, Schuld. Naja, so gut wie, denn diese wird ziemlich häufig von dem Label eingekleidet – das finden Trump-Hater überhaupt nicht gut und riefen promt zu einem Boykott auf!

Wie Dolce & Gabbana auf #Boycott Dolce & Gabbana reagiert

Die beiden Köpfe hinter dem Modemarke, Domenico Dolce und Stefano Gabbana, legten nun mit einer Gegenaktion nach und brachten die T‑Shirts auf den Markt. Aber warum sollten die Designer zu einem Boykott ihres eigenen Labels aufrufen?

The #BoycottDolceGabbana t‑shirt is now on our online store. Link in Bio. #DGWomen

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#Boycott Dolce & Gabbana: Boykottieren sich die Designer selbst?

Dass die beiden Designer sich kaum selbst mit diesen Shirts attackieren, sollte allen klar sein. Vielmehr steckt hinter dem neuen T‑Shirt eine ziemliche clevere Marketingstrategie. Die Zielgruppe? Ganz klar Malanie- und Donald Trump-Hater und davon gibt es einige auf diesem Planeten. Der Preis für ein Shirt? Stolze 175 Euro – wenn da die Kasse der Kreativköpfe nicht „Katsching” macht! Die Strategie, die aus einem Marketing-Beststeller stammen könnte, wird übrigens noch damit getoppt, dass Dolce & Gabbana ein Video produzieren ließen, das eine gestellte Demo gegen das Label zeigt.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Design-Duo ironische Produkte entwarf, um Hater für sich zu gewinnen – in Sachen #Boycott Dolce & Gabbana geht der Punkt in Sachen cleveres Marketing zumindest ganz klar an die beiden Designer!

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