Die Rolle der Pheromone: Wie wirken sie im Zwischenmenschlichen?
Hast du auch schon einmal erlebt, dass du jemanden gut riechen kannst und weißt gar nicht, warum? Daran sind die Pheromone schuld, denn sie beeinflussen auf den ersten Schnüffler, wie wir eine andere Person wahrnehmen.
Es handelt sich bei Pheromonen um chemische Botenstoffe, die von unseren Schweißdrüsen ausgesandt werden. Dabei nimmst du den Geruch kaum bewusst wahr, denn dein Körper reagiert schon auf das Gegenüber, bevor dein Verstand überhaupt begriffen hat, was passiert. Wie sich Pheromone auf dein Sozialleben auswirken und wo sie gar keine Rolle spielen, verraten wir dir.
Die Duftsignale deines Körpers und die Wirkung auf die Außenwelt
Lust und Leidenschaft gehören zu deinen möglichen Empfindungen einfach dazu und sie sind völlig unabhängig von Pheromonen. Wenn du dein eigenes Glück mit deinem Satisfyer suchst und ganz für dich allein bist, spielen deine Pheromone eine untergeordnete Rolle. Wenn du allerdings Lust auf einen menschlichen Partner hast und ihn kennenlernen möchtest, sieht es anders aus.
Hier betrittst du manchmal einen Raum und fühlst dich sofort von einer Person angezogen. Oder du läufst an einer anderen Person vorbei und sie kann die Blicke nicht mehr von dir lassen. Chemische Signale können diesen Zustand hervorrufen, ohne dass du bewusst weißt, was da gerade passiert.
Künstliche Pheromone können die Wahrnehmung der Umgebung beeinflussen
An manchen Tagen bist du dir selbst genug, an anderen wiederum möchtest du aktiv auf Menschen zugehen und sie buchstäblich um den Finger wirken. Ein Parfum mit Pheromonen kann deine Wirkung auf andere Menschen verstärken, ohne dass du dabei deine natürlichen Körperdüfte negativ beeinflusst.
Durch Stoffe wie Androstadienon oder Androstenol machst du dir lediglich die Eigenschaft des Menschen zunutze, dein Gegenüber mit Gerüchen in eine gewisse Richtung zu lenken. Dabei spielt der Gesamteindruck aber eine wichtige Rolle. Zusätzlich zu deiner individuellen Duftnuance sind Faktoren wie Stimme, Auftreten, Körpersprache, Humor und Selbstbewusstsein entscheidend dafür, wie du von anderen wahrgenommen wirst.
Die Rolle von Pheromonen in langfristigen Beziehungen
Nicht nur während der Kennenlernphase, sondern auch bei langfristigen Beziehungen spielen Pheromone weiterhin eine Rolle. Du gewöhnst dich an den Geruch deines Partners, kannst ihn gut riechen und sein individueller Duft kann auf dich sogar eine beruhigende Wirkung haben.
Deine feine Nase geht sogar noch weiter. Wenn sich der Geruch deines Partners durch eine Erkrankung, Veränderungen des Lifestyles oder durch hormonelle Neuerungen stark ändert, kann das Irritationen bei dir auslösen. Das System reagiert sensibel auf solche Veränderungen, obwohl wir Menschen einiges dafür tun, unsere ganz natürlichen Düfte zu überdecken.
Waschmittel und Deodorant, Parfum und Haarspray verhindern, dass unser natürliches Duftprofil wahrnehmbar ist. Solche Düfte enthalten zwar keine klassischen Pheromone, können aber trotzdem Emotionen auslösen.
So erinnert ein bestimmter Waschmittelgeruch an die Behaglichkeit von Großmutters Wohnung, manches Parfüm erinnert an einen ganz bestimmten Menschen und auch Deo-Düfte können vergangene Zeiten noch einmal in Erinnerung rufen. Solche Momente stärken die Bindung ebenfalls, selbst wenn sie nicht direkt auf Pheromonen basieren.
Wenn es allerdings um die erotische Wahrnehmung geht, ist die natürliche Chemie des Körpers oder auch der Duft eines guten Pheromon-Parfüms die optimale Lösung, um eine Wirkung zu hinterlassen.