Dieses Experiment mit Flüchtlingen rührt zu Tränen

Shari Hosseini
Shari Hosseini
30.05.2016

Was passiert, wenn man einem Fremden 4 Minuten lang in die Augen schaut?

Amnesty Poland zeigt, dass Flüchtlinge nicht nur Fakten, Zahlen und Statistiken sind. Mit diesem Experiment wollen sie zeigen, dass „echte“ Menschen mit einer eigenen Geschichte eine tragische Wende in ihrem Leben erfahren mussten. Menschen, die sich vielleicht in ihrer Kultur und Sprache von anderen unterscheiden, aber genauso viele Gefühle, Wünsche und Ziele haben, wie jeder andere auch. 

1997 behauptete der Psychologe Arthur Aron, dass 4 Minuten Augenkontakt Menschen viel näher bringt als alles andere. Es gab schon ähnliche Experimente mit Männer und Frauen, um zu sehen ob sie sich über diese Methode verlieben können. Auch die Künstlerin Marina Abramovic zeigte in ihrem Film „The Artist Is Present“, wie sie über Wochen täglich im New Yorker Museum MoMa saß und Fremden in die Augen starrte.

flüchtlingen
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Das Experiment sollte bewusst in Berlin statt finden, da alleine schon die Geschichte der Stadt, das Überwinden von Grenzen, sehr stark symbolisch ist für die aktuelle Flüchtlingskrise. Schnell wird beim Experiment klar, dass nach der anfänglichen Scham eine tiefere Verbindung zu dem (noch) fremden Menschen entsteht. Mitgefühl und Vertrauen werden deutlich sichtbar und man erinnert sich, dass wir alle gleich sind. Menschen aus England, Polen, Deutschland, Belgien, Syrien und Somalia rühren uns mit ihrem Lächeln und ihrer Geschichte zu Tränen.

Wir sagen: Refugees welcome! 

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