Extra 3: Erdogan als Schnuckel-Schnauzbart-Chef-Osman!

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Noch vor einem Jahr parodierte Extra 3 Erdogan mit dem  Satire-Song „Erdowie, Erdowo, Erdogan” und löste dabei fast eine Staatenkrise aus, bevor Böhmermann noch einen drauflegte. Ein Jahr später folgt nun der zweite Streich der Extra 3‑Redaktion — und wieder muss ein Nena-Hit dran glauben…

In einem pressefreiheitlichen Land wie Deutschland, gehören Satire-Beiträge längst zur Tagesordnung. Politiker und generell Menschen, die im öffentlichen Leben stehen, müssen damit leben — ob es ihnen gefällt, oder nicht. In vermeintlichen Demokratien, in denen die Pressefreiheit aktuell mit Füßen getreten wird, scheint sich diese Gelassenheit jedoch nicht herumgesprochen zu haben. Stattdessen, wurde nach Ausstrahlung des ersten Songs der Satire-Sendung Extra 3 gleich zwei Mal der deutsche Botschafter der Türkei einbestellt. Sogar von Abesetzung der Sendung wurde gefaselt, was von der Bundesregierung gekonnt ignoriert wurde.

Extra 3 legt nach: Erdogan im Satire-Dauereinsatz

Als Dank für den versuchten Eingriff in die deutsche Pressefreiheit, hat sich die Redaktion von Extra 3 nun einen neuen Song einfallen lassen. Musikalisch kann man davon halten was man will, zumal erneut ein Nena-Song für die Parodie herhalten musste. Die darin enthaltenen Spitzen gegen den Boss vom Bosporus, entschuldigen wie immer jede musikalische Schwäche:

Extra 3: Erdowie, Erdowo, Erdogan

Während Melodie und Teile des Texte für den neuen Satire-Streich aus „99 Luftballons” stammen, war die Vorlage des ersten Satire-Beitrags Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann”:

Die zunehmenden Parodien über den türkischen Staatspräsidenten und die anhaltenden diplomatischen Spannungen zwischen der Türkei und Deutschland haben in puncto Presse- und Meinungsfreiheit vielleicht bereits etwas bewirkt: Während der erste extra 3‑Beitrag für Erdogan noch ein Skandal war, ist es nach den vergangenen ausgestrahlten Parodien sehr ruhig geworden. Es wurde kein Botschafter mehr einbestellt und es erfolgte keine Anzeige wegen Beleidigung.

Scheinbar akzeptiert der türkische Präsident inzwischen, dass hierzulande andere Gesetze gelten. Fragt sich nur, ob er sich auch von unseren Pressegesetzen inspiriert fühlt. Bis dahin ist es vermutlich noch ein weiter Weg.

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