Fachanwälte für Arbeitsrecht in München: Empfehlenswerte Kanzleien im Überblick
Wenn es um berufliche Konflikte, Kündigungen oder Vertragsfragen geht, ist rechtlicher Beistand oft unverzichtbar. In München gibt es eine Vielzahl an Kanzleien, die sich auf diesen Bereich fokussieren. Wir haben den Markt für dich analysiert und stellen dir in unserer Liste empfehlenswerte Ansprechpartner vor, die dich bei deinem arbeitsrechtlichen Anliegen sachkundig unterstützen.
1. PFGC Rechtsanwälte Steuerberater
Den Anfang in unserer Liste macht die Kanzlei PFGC Rechtsanwälte Steuerberater. Die Spezialisten für Arbeitsrecht in München bieten eine fachübergreifende Zusammenarbeit von Rechtsanwälten und Steuerberatern. Das Team berät Arbeitgeber, Arbeitnehmer sowie Führungskräfte im individuellen und kollektiven Arbeitsrecht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der rechtlichen Begleitung von Umstrukturierungen, Betriebsänderungen und der detaillierten Vertragsgestaltung.
- Fokus auf Umstrukturierung: Beratung bei Betriebsübergängen, Massenentlassungen und Standortschließungen.
- Vertragsgestaltung: Unterstützung bei rechtlichen Vorgaben zu Home-Office, flexiblen Vergütungssystemen und betrieblicher Altersversorgung.
- Kollektives Arbeitsrecht: Begleitung bei Interessenausgleichen, Sozialplänen und Verhandlungen rund um den Betriebsrat.
- Internationale Aspekte: Prüfung und rechtliche Umsetzung von Arbeitseinsätzen mit Auslandsbezug sowie bei der Arbeitnehmerüberlassung.

2. Rechtsanwälte Bronhofer & Partner
Eine weitere Option für arbeitsrechtliche Anliegen ist die Kanzlei Rechtsanwälte Bronhofer & Partner. Das Team konzentriert sich auf die Vertretung von Arbeitnehmern, Betriebsräten und Sprecherausschüssen. Die Kanzlei vertritt Mandanten außergerichtlich sowie vor Gericht. Ein Merkmal der Kanzlei ist die Ausrichtung auf flexible Betreuungszeiten, die sich nach dem Terminkalender der Ratsuchenden richten.
- Zielgruppen-Fokus: Begleitung von einzelnen Arbeitnehmern, Geschäftsführern und gesamten Betriebsratsgremien.
- Erreichbarkeit: Die Kanzlei bietet eine durchgängige telefonische Erreichbarkeit und flexible Terminvereinbarungen, um zeitkritische Fälle aufzunehmen.
- Kollektive Vertretung: Regelmäßige Begleitung von Betriebsräten vor Einigungsstellen sowie Beratung bei Firmenzusammenschlüssen.
- Besondere Rechtsbereiche: Erfahrungen in spezifischen Feldern wie dem Arbeitsstrafrecht und dem Profisport-Arbeitsrecht.

3. Kanzlei Helen Althoff
Die Kanzlei Helen Althoff ist ein weiterer Anbieter in unserer Übersicht, der sich ausschließlich auf das Rechtsgebiet des Arbeitsrechts fokussiert. Hier werden Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Betriebsräte bei rechtlichen Konflikten beraten. Die Kanzlei strebt eine transparente Betreuung an, die diverse Themengebiete von der Prüfung eines Aufhebungsvertrags bis hin zur Verhandlung von Abfindungen abdeckt.
- Spezialisierung: Ausschließliche Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate, um eine fokussierte Beratung zu ermöglichen.
- Kostentransparenz: Klare und rechtzeitige Aufklärung über die anfallenden Gebührenstrukturen von Beginn des Mandats an.
- Zeiteffizienz: Zeitnahe Terminvergabe, was insbesondere zur Wahrung der rechtlich strengen Fristen bei Kündigungen wichtig ist.
- Thematische Bandbreite: Betreuung von Sachverhalten rund um Abmahnungen, Kündigungen, Arbeitszeugnisse und Urlaubsansprüche.

Alles, was du über das Arbeitsrecht wissen musst
Neben der Wahl der passenden Kanzlei tauchen bei rechtlichen Konflikten im Job regelmäßig grundlegende rechtliche Fragen auf. Wir haben die häufigsten Themen für dich recherchiert und sachlich beantwortet, um dir einen ersten fundierten Überblick zu verschaffen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Kündigung und einem Aufhebungsvertrag?
Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung. Das bedeutet, dass entweder der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis beendet. Dabei müssen gesetzliche oder vertraglich vereinbarte Kündigungsfristen eingehalten werden. Ein Aufhebungsvertrag ist hingegen eine zweiseitige Einigung. Beide Parteien beschließen gemeinsam, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Hierbei müssen Kündigungsfristen nicht zwingend eingehalten werden, und es lassen sich individuelle Konditionen frei verhandeln.
Welche Vor- und Nachteile hat ein Aufhebungsvertrag für Arbeitnehmer?
Ein Vorteil für den Arbeitnehmer ist die gewonnene Flexibilität: Du kannst den Austrittszeitpunkt anpassen, eine Abfindung verhandeln oder Vorgaben für ein wohlwollendes Arbeitszeugnis vertraglich festhalten. Ein möglicher Nachteil ist das Risiko finanzieller Einbußen durch die Agentur für Arbeit. Da du an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aktiv mitwirkst, kann beim Bezug von Arbeitslosengeld I eine Sperrzeit von in der Regel bis zu zwölf Wochen verhängt werden.
Wann ist eine Kündigungsschutzklage sinnvoll?
Wenn du eine arbeitgeberseitige Kündigung erhältst und Zweifel an der Wirksamkeit bestehen, bietet sich eine rechtliche Prüfung an. Häufige Gründe für unwirksame Kündigungen sind formale Fehler, eine fehlende Anhörung des Betriebsrats oder ein unzureichender Kündigungsgrund nach dem Kündigungsschutzgesetz. Beachte, dass für die Einreichung einer Kündigungsschutzklage eine strikte Frist von drei Wochen ab Zugang der Kündigung gilt. Wird diese Frist versäumt, gilt die Kündigung fast immer als rechtswirksam.
Muss ich einen vorgelegten Aufhebungsvertrag sofort unterschreiben?
Du bist rechtlich niemals dazu verpflichtet, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Da der Verzicht auf den gesetzlichen Kündigungsschutz weitreichende Folgen hat, solltest du dir stets Bedenkzeit erbitten. Es ist in den meisten Fällen empfehlenswert, das Dokument vor der Unterzeichnung rechtlich prüfen zu lassen, um unbedachte finanzielle Nachteile zu vermeiden.