Unvergessliche Filmsongs, bei denen der Track noch bekannter ist als der Film

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Sky And Sand
© Unsplash/Noom Peerapong
Dennis Ebbecke | Sponsored by Milk & Sugar
18.12.2019

Um es gleich vorwegzunehmen: Wenn der Soundtrack eines Streifens noch bekannter ist als der Film selbst, dann bedeutet das nicht zwangsläufig, dass der Kinofilm schlecht war. Im Fall von Berlin Calling aus dem Jahr 2008 ist zum Beispiel das Gegenteil der Fall. Und doch ist es vor allem der Titeltrack Sky And Sand, der besonders stark in Erinnerung geblieben ist. Und das Beste: Diese unvergessliche Techno-Hymne kommt dank Milk & Sugar nun in einem neuen, bombastischen — weil von einem Orchester unterstützten — Gewand daher.

Die Kritiken waren damals überwältigend: Die Deutsche Welle zum Beispiel lobte Berlin Calling beinahe in den Himmel: „Hannes Stöhr gelingt fulminant das, was noch keinem Regisseur so gelungen ist: Das Erlebnis der Berliner Technonächte einzufangen. Der Zuschauer erlebt im Kinosessel eine Clubnacht aus Musik, Hedonismus und Rausch.” Und die Frankfurter Rundschau adelte den Titelsong Sky And Sand von Paul Kalkbrenner als den „vielleicht sentimentalsten Techno aller Zeiten”.

Der Song zum Film hielt sich damals 129 Wochen durchgehend in den deutschen Charts und avancierte zum zweithäufigst notierten Track in den Single-Charts. Man muss Berlin Calling nicht gesehen haben (auch wenn man es getan haben sollte), um diesen Soundtrack zu lieben.

Diese ohnehin schon geniale Originalversion haben Milk & Sugar (Higher & Higher) nun veredelt. Mit Hilfe eines sanften Piano-Intros, einer Stimme, die unter die Haut geht sowie einem berührenden Orchesterarrangement erstrahlt die Sky And Sand-Version von Michael Kronenberger und Steffen Harding über zehn Jahre nach dem gigantischen Erfolg in einem neuen Glanz — ergreifend, epochal und von einer unglaublichen emotionalen Tiefe geprägt. Letzteres haben Milk & Sugar auch Rufus Martin zu verdanken. Der einstige X‑Factor-Kandidat wurde für diese Produktion ins Boot geholt.

Die Idee, wegweisende Klassiker der elektronischen Musikgeschichte für ein Orchester umzuschreiben, hatte im Übrigen Kronenberger alias Milk. Gemeinsam mit den Münchner Symphonikern und Euphonica haben Milk & Sugar den Plan umgesetzt und auf dem neuen Album Ibiza Symphonica (soll im März 2020 erscheinen) verewigt. Auch Lola’s Theme von The Shapeshifters, Insomnia von Faithless oder One More Time von Daft Punk finden sich auf dieser LP wieder.

Und dank Sky And Sand werden die Hörer nicht nur musikalisch in Erinnerungen schwelgen, sondern auch an einen Film zurückdenken, den man gesehen haben sollte, aber nicht muss, um den Soundtrack zu lieben. Ähnliches gilt übrigens auch für die folgenden Filmsongs bzw. Soundtracks, die vielleicht sogar noch bekannter sind als die dazugehörigen visuellen (Meister-)Werke.

Romeo Must Die — der gesamte Soundtrack:

The Beach — Moby (Porcelain):

Fifty Shades of Grey — Ellie Goulding (Love Me Like You Do):

Magnolia — Aimee Mann (One):

Elizabethtown — der gesamte Soundtrack:

Godzilla — Puff Daddy (Come With Me):

Get Rich or Die Tryin’ — 50 Cent (Hustler’s Ambition):

Romeo & Juliet — der gesamte Soundtrack:

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