Bitte macht es nicht kaputt: Warum ich gegen ein Friends Revival bin

Friends Revival
© dpa picture-alliance
Lisa-Marie Yilmaz
22.02.2020

Sie scheinen es tatsächlich zu tun: Via Instagram haben Jennifer Aniston und Co. das lang ersehnte Friends Revival angekündigt. Rachel, Ross, Monica und ihre Freunde kommen also zurück ins TV – wenn auch nur für eine Folge, wie bereits feststeht. Dennoch: Das Friends-Comeback ist in greifbarer Nähe, doch irgendwie kann ich mich nicht so recht freuen …

Streng genommen müsste ich vollkommen aus dem Häuschen über das anstehende Friends Revival sein. Denn ich habe diese Serie geliebt. Hätte es damals schon all die fancy Worte wie „binge watching” oder „suchten” gegeben, hätten diese nur ansatzweise das Guckverhalten beschrieben, das Friends in mir ausgelöst hat. Denn ich kann nicht zählen, wie oft ich die Staffeln geschaut, ach was sag ich, verschlungen habe.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

It’s happening… ⁣ ⁣ ⁣ @hbomax⁣ @courteneycoxofficial⁣ @lisakudrow⁣ @mleblanc⁣ @mattyperry4⁣ @_schwim_

Ein Beitrag geteilt von Jennifer Aniston (@jenniferaniston) am

Das Friends-Finale war perfekt

Auch wenn ich im Stillen immer ein Fan von Rachel und Joey als absolutes Traumpaar der Serie war, sollte sich zum Finale der letzten Staffel dann doch alles so fügen, wie es vom Serien-Universum vorbestimmt war: Ross, Rachel und die kleine Emma gründeten eine Familie, Chandler und Monica wurden Zwillings-Adoptiveltern und Monica wurde schwanger, Phoebe fand ihr Glück mit ihrem Mike und Joey wäre nicht Joey, wenn er mit sich und seinem „Wie geht’s denn so?!” ein glückliches Joey-Leben führen würde.

Und genau das ist auch der Grund, warum ich über ein Reboot der Serie nur so semi-amused bin. Denn das Finale von Friends war perfekt, so wie es war. Es lässt sich nicht toppen — auch nicht mit einem Revival im Stil von „Das machen Rachel, Ross, Joey und Co. 25 Jahre später”.

Auch interessant:

Nicht noch eine Serien-Weitererzählung

Ich finde, dass man manche Dinge ruhen lassen sollte und jetzt mal ehrlich: Wie kann man ein perfektes Serienfinale weitererzählen?! Die logische Konsequenz eines Reboots wäre, dass mindestens eines der Paare inzwischen voneinander getrennt wäre. Aber wollen wir das? In Zeiten der gefühlt unzähligen Weitererzählungen diverser Serien plädiere ich dafür, dass uns zumindest das Phänomen Friends nicht genommen werden sollte.

Denn etwas, das perfekt zu Ende gegangen ist, kann durch eine Weitererzählung nur kaputt gemacht werden …

Passend zum Thema