Bitte macht es nicht kaputt – Warum ich gegen ein Friends Revival bin

Friends Revival
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Lisa-Marie Yilmaz
14.11.2019

Sie scheinen es tatsächlich zu tun: Pünktlich zum 25. Jubiläum der Kult-Serie arbeiten Jennifer Aniston, David Schwimmer, Lisa Kudrow und Co. offenbar an einem Friends Revival. Als ich davon erfahren habe, hat mein Fan-Herz im ersten Moment einen großen Freudenschrei ausgestoßen, denn hey: Haben wir nicht alle mitgefühlt, mitgelacht und mitgelitten, als Rachel, Ross, Monica und ihre Freunde während der Neunziger auf der Suche nach dem großen Glück waren?!

Nun soll es also tatsächlich passiert sein – und streng genommen müsste ich vollkommen aus dem Häuschen über das anstehende Friends Revival sein. Denn ich habe diese Serie geliebt. Hätte es damals schon all die fancy Worte wie „bingen“ oder „suchten“ gegeben, hätten diese nur ansatzweise das Guckverhalten beschrieben, das Friends in mir ausgelöst hat. Denn ich kann nicht zählen, wie oft ich die Staffeln geschaut, ach was sag ich, verschlungen habe.

Das Friends-Finale war perfekt

Auch wenn ich im Stillen immer ein Fan von Rachel und Joey als absolutes Traumpaar der Serie war, sollte sich zum Finale der letzten Staffel dann doch alles so fügen, wie es vom Serien-Universum vorbestimmt war: Ross, Rachel und die kleine Emma gründeten eine Familie, Chandler und Monica wurden Zwillings-Adoptiveltern und Monica wurde schwanger, Phoebe fand ihr Glück mit ihrem Mike und Joey wäre nicht Joey, wenn er mit sich und seinem „Wie geht’s denn so?!“ ein glückliches Joey-Leben führen würde.

Genau das ist auch der Grund, warum ich über ein Reboot der Serie nur so semi-amused wäre. Denn das Finale von Friends war perfekt. Es lässt sich nicht toppen – auch nicht mit einem Revival im Stil von „Das machen Rachel, Ross, Joey und Co. 25 Jahre später“.

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Nicht noch eine Serien-Weitererzählung

Ich finde, dass man manche Dinge ruhen lassen sollte und jetzt mal ehrlich: Wie kann man ein perfektes Serienfinale weitererzählen?! Die logische Konsequenz eines Reboots wäre, dass mindestens eines der Paare inzwischen voneinander getrennt wäre. Aber wollen wir das? In Zeiten der gefühlt unzähligen Weitererzählungen diverser Serien plädiere ich dafür, dass uns zumindest das Phänomen Friends nicht genommen werden sollte.

Denn etwas, das perfekt zu Ende gegangen ist, kann durch eine Weitererzählung nur kaputt gemacht werden …

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