Gitarre lernen: Dein kompletter Einstieg in Akustik- und E-Gitarre
Du willst Gitarre spielen lernen, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Dann bist du hier richtig. Dieser Beitrag gibt dir alle Informationen, die du brauchst, von der Wahl der richtigen Gitarre über deine ersten Akkorde bis hin zu einem Übungsplan, der wirklich funktioniert. Egal ob du in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sitzt: Am Ende weißt du, wie du noch heute mit dem Gitarrespielen starten kannst.
Das Wichtigste zum Gitarre lernen in Kürze
- Die richtige Gitarre wählen: Konzertgitarre, Westerngitarre oder E Gitarre, jeder Typ hat seinen Zweck. Für Anfänger ist die Konzertgitarre mit Nylonsaiten oft die beste Wahl, weil sie schonend für die Finger ist.
- Fünf Grundakkorde reichen für den Einstieg: E Moll, A Moll, C Dur, G Dur und D Dur bilden das Fundament. Mit nur 3 Akkorden kannst du viele Songs spielen, und das bereits innerhalb der ersten Woche.
- Tägliches Üben schlägt Talent: Regelmäßiges Üben von 10 bis 15 Minuten pro Tag ist empfehlenswert und bringt dich schneller voran als stundenlanges Marathonüben am Wochenende.
- Lernmethode bewusst wählen: Ob Onlinekurs, Gitarrenlehrer oder YouTube-Tutorials, die Möglichkeit, verschiedene Wege zu kombinieren, war noch nie so groß wie heute.
- Kein Vorwissen nötig: Du brauchst weder Notenkenntnisse noch teure Ausrüstung. Eine funktionstüchtige Gitarre und eine Stimm-App reichen für den Einstieg.
- Dieser Artikel richtet sich sowohl an absolute Anfänger mit null Vorkenntnissen als auch an Wiedereinsteiger, die nach Jahren ihre Gitarre wieder aus dem Koffer holen.
Wie du heute mit dem Gitarre spielen anfängst
Vergiss die Vorstellung, dass du erst monatelang Theorie pauken musst, bevor du einen Ton spielen darfst. Die meisten Schüler möchten Gitarre mit und ohne Noten lernen, und genau das geht. Nimm deine Gitarre, stimme sie und spiel noch heute deinen ersten Akkord. Die Musik kommt dabei von ganz allein.
Zum Start brauchst du weder teure Ausstattung noch einen Musikschulvertrag. Eine funktionierende Gitarre und ein kostenloses Stimmgerät auf dem Smartphone reichen völlig aus. Stimme deine Gitarre regelmäßig mit einem Stimmgerät, eine verstimmte Gitarre frustriert und trainiert dein Gehör falsch.
So sehen deine ersten 10, 15 Minuten aus:
- Gitarre stimmen, mit einer App oder einem Clip-On-Stimmgerät (unter 15 €).
- Sitzhaltung einnehmen, aufrechter Rücken, Gitarre nah am Körper, beide Füße fest auf dem Boden.
- Erste Töne erzeugen, schlage die Saiten einzeln mit Daumen oder Plektrum an, hör dir den Klang an.
- Ersten Akkord greifen, E Moll ist der ideale Startakkord für Anfänger, denn er erfordert nur zwei Finger.
- Genießen, Fokus auf Spaß und Klang, nicht auf Perfektion.

Die passende Gitarre und Zubehör für deinen Start
Bevor du dich in Griffe und Songs stürzt, brauchst du das richtige Instrument. Hier ein Überblick über die drei gängigen Typen und für wen sie geeignet sind:
- Konzertgitarre (Nylonsaiten): Konzertgitarren sind für Anfänger wegen Nylonsaiten empfehlenswert. Sanfter Klang, breiterer Hals, ideal für Kinder, Klassik und Fingerstyle. Vermeide Stahlsaiten auf Nylonsaiten-Gitarren, das beschädigt das Instrument.
- Westerngitarre (Stahlsaiten): Lauterer, brillanter Klang. Perfekt für Singer-Songwriter, Pop und Folk. Erfordert etwas mehr Fingerkraft.
- E Gitarre: Braucht einen Verstärker, bietet dafür Effekte und Vielseitigkeit. Ideal für Rock, Metal und Blues.
Preisrahmen 2026: Akustikgitarren kosten zwischen 100 und 200 Euro für seriöse Einsteigermodelle. E-Gitarren kosten zwischen 200 und 300 Euro für Einsteigermodelle inklusive kleinem Amp. Gebrauchte Marken wie Yamaha, Cort oder Ibanez sind oft besser als neue No-Name-Instrumente im gleichen Preisbereich.
Zubehör-Checkliste:
- Stimmgerät oder Stimm-App
- 3, 5 Plektren in verschiedenen Stärken (.46 mm bis 1,2 mm)
- Gitarrentasche oder Koffer
- Gitarrenständer
- Ein Satz Ersatzsaiten
- Kapodaster (besonders bei Westerngitarre sinnvoll)
Gitarrengrößen nach Körpergröße: Die Mensur beeinflusst die Passform der Gitarre. Hier die Richtwerte:
- Körpergröße bis ca. 110 cm → 1/4-Gitarre
- 110, 130 cm → 1/2-Gitarre
- 130, 150 cm → 3/4-Gitarre (Mensur ca. 58, 62 cm)
- Ab ca. 150, 160 cm → 4/4-Gitarre (Mensur ca. 63, 65 cm)
Erwachsene mit kleinen Händen sollten auch eine 7/8-Gitarre in Betracht ziehen. Lagere die Gitarre an einem trockenen Ort, um Schäden durch Feuchtigkeit zu vermeiden.

Gitarre aufbauen verstehen: Kopf, Hals, Korpus & Saiten
Wer den Aufbau seiner Gitarre kennt, tut sich leichter beim Stimmen, Saitenwechsel und bei der Kommunikation mit anderem Musikern oder im Gitarrenunterricht. Du musst kein Instrumentenbauer werden, aber die Grundbegriffe sollten sitzen.
- Kopf: Hier sitzen die Stimmmechaniken, mit denen du die Saitenspannung regulierst. Am Übergang zum Hals liegt der Sattel, über den die Saiten laufen.
- Hals: Besteht aus dem Griffbrett mit Bünde (die Metallstäbchen, die Halbtöne markieren) und optionalen Inlays als visuelle Orientierung. Der Gitarrenhals ist dein Arbeitsfeld, hier greifst du alle Akkorde und Töne.
- Korpus: Bei der Akustik-Gitarre mit Decke, Zargen, Boden und Schallloch. Bei der E Gitarre findest du stattdessen Tonabnehmer (Pickups) und Regler für Volume und Tone.
- Mensur: Die Länge der frei schwingenden Saiten zwischen Sattel und Steg. Kürzere Mensur bedeutet geringere Saitenspannung und leichteres Greifen, relevant für Kinder und Leute mit kleineren Händen.
Gitarrensaiten für Konzertgitarren sind meist aus Nylon, Westerngitarren und E-Gitarren verwenden Stahlsaiten. Für Anfänger auf der E Gitarre eignen sich Stärken wie .009, .042, bei Westerngitarren .010, .047. Wechsle die Saiten mindestens alle 4, 6 Wochen, da sie mit der Zeit an Klang verlieren. Reinige die Gitarre nach jeder Spielsession mit einem Mikrofasertuch, das verlängert die Lebensdauer von Saiten und Griffbrett.
Die richtige Haltung und Anschlagtechnik für entspanntes Spielen
Gute Haltung ist kein Luxusthema, sie verhindert Schmerzen und Frust und ist gerade in den ersten Wochen entscheidend. Viele Fehler, die Gitarrenanfänger machen, lassen sich auf eine falsche Sitzposition oder verkrampfte Hände zurückführen.
Sitzhaltung:
- Aufrechter Rücken, nicht vornübergebeugt
- Beide Füße flach auf dem Boden, alternativ den rechten Fuß leicht erhöht (z. B. auf einem Fußbänkchen)
- Gitarre nah am Körper, Hals leicht nach oben geneigt
- Bei der E Gitarre im Stehen: Gurt so einstellen, dass die Gitarre auf Hüfthöhe sitzt
Greifhand (linke Hand):
- Daumen mittig hinter dem Gitarrenhals positionieren, nicht oben drüber greifen
- Fingerkuppen möglichst senkrecht auf die Saiten setzen
- Nah am Bundstäbchen greifen, das erfordert weniger Kraft und klingt sauberer
- Versuche, Finger nicht zu weit abzuspreizen
Anschlaghand (rechte Hand):
- Handgelenk locker halten, Bewegung kommt aus dem Unterarm
- Das Spielen mit einem Plektrum nennt man Flatpicking, halte das Plektrum fest, aber ohne Verkrampfung zwischen Daumen und Zeigefinger
- Erstes Schlagmuster: gleichmäßige Abschläge im Vierteltakt (1, 2, 3, 4)
- Später ergänzt du Aufschläge für Achtelnoten-Muster

Deine ersten Akkorde: E Moll, A Moll, C Dur, G Dur, D Dur
Offene Akkorde sind einfacher zu greifen für Anfänger, weil sie Leersaiten nutzen und weniger Griffhandkraft erfordern. Diese fünf Gitarrengriffe bilden das Fundament für hunderte Songs in Pop, Rock, Folk und Lagerfeuer-Musik.
- E Moll: Zeigefinger auf die A-Saite im 2. Bund, Mittelfinger auf die D-Saite im 2. Bund. Alle sechs Saiten werden angeschlagen. Der einfachste Akkord überhaupt, ideal zum Starten.
- A Moll: Zeigefinger auf die H-Saite im 1. Bund, Mittelfinger auf die D-Saite im 2. Bund, Ringfinger auf die G-Saite im 2. Bund. Die tiefe E-Saite bleibt stumm.
- C Dur Akkord: Zeigefinger auf die H-Saite im 1. Bund, Mittelfinger auf die D-Saite im 2. Bund, Ringfinger auf die A-Saite im 3. Bund. Der C Dur ist einer der vielseitigsten Gitarrenakkorde.
- G Dur: Zeigefinger auf die A-Saite im 2. Bund, Mittelfinger auf die tiefe E-Saite im 3. Bund, Ringfinger auf die hohe E-Saite im 3. Bund. Alle Saiten klingen.
- D Dur: Zeigefinger auf die G-Saite im 2. Bund, Mittelfinger auf die hohe E-Saite im 2. Bund, Ringfinger auf die H-Saite im 3. Bund. Nur die oberen vier Saiten anschlagen.
Sinnvolle Akkordwechsel zum Üben: E Moll ↔ A Moll, G Dur ↔ D Dur, C Dur ↔ G Dur. Diese Kombinationen tauchen in einer Menge Songs auf und trainieren deine Finger effizient.
Das CAGED-System beschreibt fünf Grundakkorde, genau diese fünf Formen (C, A, G, E, D). Später kannst du jede dieser Formen auf dem Griffbrett verschieben, um Barré-Akkorde in jeder Tonart zu spielen. Das eröffnet dir eine Übersicht über das gesamte Griffbrett.
Gitarre spielen lernen mit einfachen Schlagmustern und Songs
Akkorde allein ergeben noch kein Lied. Erst Rhythmus und Anschlag bringen Musik zum Leben. Hier zwei Schlagmuster, mit denen jeder Gitarrist sofort loslegen kann:
Schlagmuster 1, Nur Abschläge: Zähle „1, 2, 3, 4" und schlage auf jede Zählzeit einmal nach unten. Klingt simpel, trainiert aber Gleichmäßigkeit, ein Metronom hilft beim Entwickeln eines sauberen Rhythmus- und Taktgefühls.
Schlagmuster 2, Ab- und Aufschläge: Zähle „1 und 2 und 3 und 4 und". Auf die Zahlen schlägst du nach unten, auf das „und" nach oben. Dieses Muster passt zu nahezu jedem Pop- und Folk-Song im 4/4-Takt.
Songs, die man mag, steigern die Motivation beim Üben enorm. Viele Hits nutzen die Akkordfolge I, V, vi, IV, in der Tonart G Dur wären das G Dur, D Dur, E Moll, C Dur. Probiere dein Lieblingslied mit diesen vier Griffen aus.
Mit einem Kapodaster kannst du die Tonart verschieben, ohne neue Akkorde lernen zu müssen. So spielst du Songs in Originaltonarten mit denselben vertrauten Griffen. Fingerpicking ermöglicht darüber hinaus komplexe Melodien leichter zu spielen und eröffnet dir einen ganz anderen Klangcharakter jenseits des Flatpickings.
Noten, Tabs und Töne auf der Gitarre verstehen
Keine Angst vor Noten. Gitarre spielen funktioniert auch ohne klassisches Notenlesen, Tabulatur ist das Werkzeug, das die meisten Gitarristen im Alltag nutzen.
So funktioniert eine Tabulatur:
- 6 Linien stehen für die 6 Saiten (unten = tiefe E-Saite, oben = hohe E-Saite)
- Zahlen auf den Linien zeigen den Bund an, in dem du greifst
- Eine 0 bedeutet: leere Saite, nicht greifen
Beispiel: Siehst du eine „2" auf der dritten Linie von unten, greifst du die G-Saite im 2. Bund. So lassen sich Melodien und Riffs ohne Notenkenntnisse lesen.
Die offenen Saiten merken: Von tief nach hoch lauten sie E, A, D, G, H, E. Ein beliebter Merksatz: „Eine Alte Dame Ging Heringe Essen."
Jeder Bund auf dem Griffbrett verschiebt den Ton um einen Halbton nach oben. Ab dem 12. Bund wiederholt sich das Muster, dort klingen alle Töne eine Oktave höher als die Leersaiten.
Das klassische Notensystem mit fünf Linien und Violinschlüssel ist vor allem für Musiktheorie und klassische Gitarristen relevant. Für den Einstieg reicht es, die Grundidee der Notenwerte (Ganze, Halbe, Viertel, Achtel) zu verstehen, sie bestimmen, wie lange ein Ton klingt.
Strukturierte Lernwege: Autodidaktisch, Kurs oder Lehrer
Es gibt drei Hauptwege, Gitarre zu lernen. Alle haben ihre Berechtigung, die Frage ist, welcher zu deinem Alter, Zeitbudget und Lerntyp passt.
Autodidaktisch mit YouTube, DVDs & Apps:
- Maximale Flexibilität: Lerne wann und wo du willst
- Selbstlernen mit kostenlosen Ressourcen ist flexibel und kostengünstig
- Risiko: Ohne Feedback schleichen sich Fehlhaltungen ein, und ohne Plan verlierst du den Überblick
- Funktioniert am besten für disziplinierte Leute, die gezielt Videos und Tutorials suchen
Onlinekurs / Online Kurs:
- Ein flexibles Lernen ist möglich durch Online-Kurse und Apps, strukturierte Lektionen mit klarem Lernpfad
- Online Gitarrenkurse ermöglichen flexibles Lernen in eigenem Tempo
- Preis: meist 20, 50 € pro Monat, deutlich günstiger als Einzelunterricht
- Ideal für Berufstätige und alle, die ihren Gitarrenkurs zeitlich anpassen müssen
Persönlicher Gitarrenunterricht bei einem Gitarrenlehrer:
- Gitarrenunterricht bei einem Lehrer bietet direktes Feedback und Fehlerkorrektur, kein Channel oder Video kann das ersetzen
- Guten Gitarrenunterricht ermöglicht individuelles Feedback von Lehrkräften
- Feste Termine schaffen Verbindlichkeit und Motivation
- Preis in Deutschland: typischerweise 25, 50 € pro 45 Minuten
Empfehlung für 2026: Die Kombination aus strukturiertem Onlinekurs für wöchentliche Aufgaben plus gelegentlichen Einzelstunden vor Ort für Haltungskorrektur hat sich bewährt. So bekommst du das Beste aus beiden Welten.
Üben wie die Profis: Tagesplan, Motivation und typische Anfängerfehler
Konsistenz ist wichtiger als Dauer. Regelmäßiges Üben bringt mehr Fortschritte als gelegentliches Marathon-Üben. Das Muskelgedächtnis profitiert von Wiederholung und kurzen Übungsintervallen. Regelmäßiges Üben von 15, 30 Minuten täglich ist effektiv und realistisch.
Beispiel-Übungsplan für die ersten 4 Wochen:
- Woche 1: Haltung üben, Gitarre stimmen, E Moll greifen und anschlagen, erste Töne auf einzelnen Saiten spielen
- Woche 2: A Moll dazunehmen, Wechsel E Moll ↔ A Moll üben, einfacher Song mit zwei Akkorden
- Woche 3: C Dur und G Dur ergänzen, Schlagmuster mit Ab- und Aufschlägen, Akkordwechsel G Dur ↔ D Dur
- Woche 4: D Dur dazunehmen, alle fünf Grundakkorde verbinden, erstes vollständiges Lied spielen, Fortschritte per Audio aufnehmen
Typische Anfängerfehler:
- Zu starkes Drücken der Saiten, kostet Kraft und verursacht Schmerzen
- Schiefe Finger statt senkrechter Fingerkuppen auf den Saiten
- Zu schnelle Akkordwechsel ohne sauberen Klang, Fehler sollten zuerst langsam und fehlerfrei geübt werden
- Ungestimmte Gitarre, klingt immer falsch, egal wie gut du greifst
- Zu lange Sessions ohne Pause
Konzentration auf isolierte Problemstellen verbessert die Übungseffizienz deutlich. Statt ein ganzes Lied zu wiederholen, übe gezielt den einen Akkordwechsel, der nicht sitzt.
Motivation aufrechterhalten: Setz dir dein Lieblingslied als Ziel. Regelmäßige Fortschrittsdokumentation motiviert und zeigt Entwicklungen auf, Aufnahmetechniken helfen, Fortschritte im Spiel zu dokumentieren. Nimm dich alle zwei Wochen per Handy auf und vergleiche. Definiere kleine Etappenziele mit konkretem Datum, etwa: „Bis Freitag Akkordwechsel C Dur → G Dur sauber in unter 4 Sekunden."
Leichte Finger- und Handmüdigkeit ist in den ersten Wochen normal. Starke Schmerzen oder Taubheitsgefühle sind allerdings ein Zeichen, die Haltung zu überprüfen oder eine Pause einzulegen.

Nächste Schritte: Barré-Akkorde, Tonleitern und E-Gitarren-Techniken
Wenn die fünf Grundakkorde sitzen und du erste Songs begleiten kannst, wird es Zeit für den nächsten Schritt. Hier ein Ausblick auf die Dinge, die dein Spiel auf ein neues Level bringen:
- Barré-Akkorde: Ein Finger, meist der Zeigefinger, drückt alle sechs Saiten in einem Bund, während die restlichen Finger eine bekannte Akkordform greifen. Beispiel: F-Dur als verschobene E-Dur-Form im 1. Bund. Barré-Akkorde erfordern mehr Kraft und Kontrolle, aber das Erlernen von Barré-Akkorden erweitert dein Repertoire enorm, du kannst dann jede Dur- und Molltonart spielen.
- Tonleitern: Das Üben von Tonleitern verbessert die Spieltechnik und öffnet die Tür zu Melodiespiel und Improvisation. Starte mit der C-Dur- oder A-Moll-Tonleiter in einer einfachen Position auf dem Griffbrett.
- E-Gitarren-Techniken: Palm Mute (perkussiver gedämpfter Sound), Hammer-On (Ton erzeugen durch Aufschlagen eines Fingers ohne Anschlag), Pull-Off (Ton durch Abziehen eines Fingers), Vibrato (leichtes Schwingen der Note für mehr Ausdruck), jede Technik erweitert deine klangliche Palette als Musiker.
- Stil wählen: Nach den Grundlagen lohnt es sich, einen Wunsch-Stil zu verfolgen, ob Rock, Pop, Blues oder Fingerstyle. Passende Kurse, Tutorials oder Lehrwerke helfen dir, gezielt Fortschritte in deinem Genre zu machen.
Gitarre lernen ist ein Weg, kein Sprint. Mit den Grundlagen aus diesem Beitrag hast du alles, was du für den Einstieg brauchst. Der Rest kommt Schritt für Schritt, und mit jeder Übungseinheit wirst du hören, wie sich dein Spiel verbessert. Nimm deine Gitarre in die Hand und fang an. Dein erster Song wartet.