Warum man auch in der Großstadt Dorf-Feeling erleben kann

© Unsplash/Becky Phan
Charlotte Hansen
11.04.2019

Es ist die Wahl für das eine und gleichzeitig die Ablehnung für das andere: Wohnen im Dorf oder in der Stadt. Das Beste wäre doch eine Kombi aus beidem, oder? Wir sagen: Es ist absolut möglich in der Großstadt Dorf-Feeling zu erleben!

Der Bauer kommt durch die Hintertür ins Haus und beschwert sich, dass die Hecke zu sehr auf sein Feld ragt, am Nachmittag kommt die Nachbarin und fragt, ob man sich drei Tage um die Katze kümmern könnte, einen Schlüssel habe man ja bereits. Neben all den Nettigkeiten ist es dazu noch still, das Internet langsam und das Fahrrad wegen der langen Wege in den nächsten Ort nicht unbedingt die erste Wahl. Das Leben in einem kleinen Ort kann wunderbar ruhig und entspannt sein – gleichzeitig muss man lange Wege und nur ein Minimum an Einkaufsmöglichkeiten hinnehmen.

Das Leben in der Stadt – ein kompletter Gegensatz?

Mitten in der Nacht rast ein Krankenwagen mit Martinshorn durch die Straßen, an der Ecke sammelt sich Sperrmüll und bei schönem Wetter ist die Wiese oder der See überfüllt – das Leben in einer Großstadt steht im kompletten Gegensatz zum Dorfleben. Ob man das als gut oder schlecht empfindet, liegt im Auge des Betrachters. Fest steht: Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Etwa 70 Prozent aller Deutschen leben in einer Stadt mit weniger als 100.000 Einwohner. Der restlichen Bevölkerung entgeht das Dorf-Feeling. Zeit, das zu ändern – auch wenn du in einer Großstadt leben solltest!

Wir zeigen dir 5 Orte, an denen du auch in der Großstadt Dorf-Feeling vom Feinsten bekommst, versprochen!

1

Der Spielplatz nebenan

Mit oder ohne Kind – auf einem Spielplatz ist immer was los. Dort treffen sich nicht nur die Kids aus der Nachbarschaft, sondern auch Mami und Papi zum Plausch. Und während das Kind schaukelt, der eine den anderen Hund beschnüffelt, kann man mit Muffins mal einen ersten Annäherungsversuch wagen – und stets ist es vollkommen egal, ob wir uns in einer Großstadt oder einem kleinen Dorf befinden.

2

Der Second-Hand-Laden

Zwischen vollgestopften Regalen, sich biegenden Kleiderständern und verwinkelten Gängen fällt der erste Kontakt nicht schwer. „Kann ich dir helfen?“ oder „Wo finde ich …?“ Hilfsbereitschaft wird nicht nur auf dem Dorf groß geschrieben.

3

Der Bioladen

Allein schon das Konzept schreit förmlich: Landlust, Kuhmist und Erde an den Kartoffeln. In Holzkisten oder -regalen liegen die regionalen Produkte hübsch aufgereiht – und im Idealfall noch verpackungsfrei. Die Milch vom Bauer „nebenan“ steht einen Gang weiter. Wie das Dorf, so ist auch der Bioladen ein süßes Lädchen, in dem der charakterlose Discounter einfach keine Chance hat.

4

Der Schreber- oder Nachbarschaftsgarten

Das Hardcore-Dorffeeling par excellence. Man trifft sich, pflanzt, erntet und kocht oder grillt womöglich zusammen, tauscht sich beim Unkraut jäten über die letzten Neuigkeiten aus und sitzt abends, müde und mit einem Rest Dreck unter den Fingernägeln zusammen und lässt es sich gut gehen.

5

Die Kirchenglocken

Urlaub in den Bergen: In einem kleinen idyllischen Ort lässt es sich doch prima entspannen. Doch immer das Läuten der Kirchenglocken – in aller Herrgottsfrühe. Wie ein Trampelpfad schweifen dann, zurück im Alltag, bei jedem Bimmeln, die Gedanken für einen kurzen Moment wieder zum entspannten Urlaub – herrlich.

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