Wenn das iPhone ungesunde Luft vorhersagt, stöhnen die Experten

iPhone schlechte Luft
© Depositphotos / maurus

Mit dem neuen Betriebssystem iOS 12 kann die Wetter-App des iPhone ungesunde Luft vorhersagen. Damit greift Apple für seine User das brandaktuelle Thema der Luftqualität in den Städten vermeintlich praxisgerecht auf. Aber Experten sehen die Prognosen ziemlich kritisch.

Das Problem an den Einschätzungen über die Luftqualität: Niemand weiß so genau, woher die Daten stammen. Apple selbst verweist nur auf den Weather Channel, von dem bislang noch keine öffentliche Aussage zu dem Thema zu hören war. Dass viele deutsche Städte angeblich ungesunde Luft haben, aber Smog-Hotspots wie Mexiko-Stadt oder Shanghai aber vermeintlich saubere Luft haben, macht die Aussagen der App nicht unbedingt vertrauenswürdiger.

„Menschen, die sich auf die angebotenen Informationen verlassen wollen, werden sicherlich auch wissen wollen, wie die Informationen zustande kommen und ob die Daten aus seriösen Quellen stammen. Wenn beides nicht angeboten wird, würde ich die dargestellten Informationen zur Luftqualität als fraglich bis nutzlos einstufen”, sagte etwa Stefan Gilge, Leiter des Referats für Lufthygiene am Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des DWD im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Und auch vom Umweltbundesamt waren via Bild ähnliche Statements zu lesen: „Es ist uns nicht bekannt, welche Luftqualitätsdaten genutzt werden und wie daraus der Index mit konkreten Aussagen zur Wirkung auf die menschliche Gesundheit abgeleitet wird. Damit ist auch nicht nachvollziehbar, was diese Einschätzung für die Nutzer im Allgemeinen und für empfindliche Bevölkerungsgruppen bedeutet. Zudem erachten wir es als problematisch, pauschale Aussagen zur Luftqualität einer ganzen Stadt zu treffen.”

Und zu guter Letzt bleibt ohnehin die Frage, was man mit der Information macht, wenn das iPhone ungesunde Luft ansagt. Zuhause bleiben? Sich Sorgen? Letztlich wohl viel heiße Luft um nichts …

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