Ist Luisa da? Neues Codewort soll Frauen in Not helfen

Ist Luisa da
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Josefine Rose
10.03.2017

Wenn ein klares Nein nicht mehr reicht, können drei einfache Worte Frauen, die sich in Bars sexuell belästigt, beobachtet oder gar bedroht fühlen, aus ihrer brenzlichen Situation helfen. Mit „Ist Luisa da?“ hat der Frauen-Notruf Münster eine Kampagne gestartet, die Frauen in Not helfen soll. Wird eine Frau also in einer Bar, Kneipe oder Disco belästigt, kann sie mit dem Codewort Ist Luisa da? das Kneipenpersonal auf ihre Notsituation aufmerksam machen.

Fragt eine Frau nach Luisa wird schnell reagiert. „Wichtig ist, dass unmittelbare, unkomplizierte Hilfe geleistet wird und dass nicht erst gefragt wird, um welche Situation es sich handelt“, erklärt Gerlinde Gröger, Leiterin des Frauennotrufs Münster in einem Gespräch mit dem Radiosender DRadio Wissen. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Personal, das in einem ruhigen Raum, wie etwa einem Hinterzimmer, stattfindet, soll beschlossen werden, wie weiter vorgegagngen wird. Soll ein Taxi gerufen oder die Freundinnen der Frau geholt werden? Diese Fragen gilt es zu klären, um Frauen in unsicheren Situationen Halt und Sicherheit zu geben, denn: Luisa ist da!

Ist Luisa da? Positive Resonanz in der Studentenstadt

Mehr als 30 Kneipen machen inzwischen bei der Luisa-Aktion mit. Plakate, die auf die Kampagne aufmerksam machen, werden in den Lokalitäten aufgehängt, dafür dient in der Regel die Damentoilette. Diese gilt für Frauen als geschützter Rückzugsort und wird oft aufgesucht, wenn diese sich nicht sicher oder wohl in einer Situation fühlen.

Hilfe dank Luisa und Angela

Die Idee des Codeworts für Frauen in Not stammt ursprünglich aus England. Dort wird in Bars nach Angela gefragt, wenn sich eine Frau in ihrer Situation nicht mehr sicher fühlt. Initiatorinnen Daniela Stöveken, Andrea Werthmüller und Gerlinde Gröger vom Frauen-Notruf Münster fanden den Namen Luisa für die deutsche Kampagne aber passender, schließlich steht Luisa für die Kämpferin.

Ich habe gerade was richtig Geniales gefunden und dachte mir, ich nutze die sozialen Netzwerke mal, um das mit euch zu teilen, sodass sich die Botschaft schnell verbreitet. Der Frauennotruf Münster hat sich eine richtig gute Kampagne ausgedacht, die in Münster auch schon in vielen Clubs/Bars/etc. Durchgeführt wird. Es geht um die „Luisa ist hier!-Kampagne“. Befindet sich eine Frau in einer unangenehmen Situation mit ihrem Date, fühlt sich bedrängt, wird belästigt o.Ä. Kann sie sich ist der Frage „Ist Luisa hier?“ An das Personal z.B. hinter der Bar wenden und ihr wird sofort geholfen. Finde ich persönlich super, gerade weil sexuelle Belästigung noch immer tabuisiert wird und auch oft einfach nicht von anderen bemerkt wird, gerade in Bars o. Clubs in denen es dunkel ist. Ich denke, jede Frau hatte im Club schonmal eine Situation, in der sie sich unwohl gefühlt hat und nicht wirklich wusste, wie sie sich verhalten sollte. Für mich persönlich definitiv etwas, das sich verbreiten sollte, damit Frauen in ganz Deutschland geholfen werden kann! Die Idee für die Kampagne stammt übrigens aus Großbritannien. Je mehr Frauen davon wissen, desto mehr können sie sich auch gegenseitig helfen! Nutzt die sozialen Netzwerke und verbreitet diese Kampagne weiter! ❤‼️ #münster#frauennotruf#kampagne#luisaisthier#geileaktion#hilfe#inruhefeiern#gibgrabschernkeinechance#istluisahier#potd#teilen#daumenhoch#frauennotrufmünster#feiernohnesorgen ❤💃🏼

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