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Auf Vorrat: 5 spannende Fakten über die Konservendose

Konservendose
© Depositphotos / yoka66
Henning Sonnenschein
25.08.2018

Fisch, Obst, Gemüse, Ravioli, Suppen, Labskaus oder Hundefutter: Es gibt fast kein Nahrungsmittel, das man nicht in Blechdosen konservieren kann. Und es gibt kaum eines, mit dem das nicht auch gemacht wird. So alltäglich diese Art der Haltbarmachung (heute ist übrigens Weltkonservendosentag) ist, so bemerkenswert sind manche Fakten hinter der Konservendose und ihrer Geschichte.

Essen aus der Dose gilt nicht gerade als Haute Cuisine — ist aber besser als sein Ruf: Das Gemüse wird direkt nach der Ernte nur kurz blanchiert und dann direkt eingedost. Die Vitamine bleiben somit weitgehend erhalten. Dass es geschmacklich einen etwas anderen Charakter hat als frisches oder tiefgekühltes Gemüse, ist dann eher eine Frage des persönlichen Geschmacks als der Qualität. Dieser Unterschied kommt bei Fisch etwa noch viel stärker zum Tragen: Thunfisch aus der Dose hat — wenn überhaupt — nur sehr entfernt etwas mit einem frischen Thunfisch-Steak zu tun und so taugt das eine ohnehin nicht als Alternative für das andere.

Kein Tag ohne Konservendose

So oder so: Die Konservendose hat sich seit Ewigkeiten als Teil unseres Alltags etabliert. Eine Ahnung von ihrer Bedeutung bekommt man auch, wenn man sich bewusst macht, dass der Kult-Künstler Andy Warhol ihr mit einem seiner bekanntesten Motive ein Denkmal gesetzt hat.

 

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Das Prinzip der Konservierung beruht darauf, dass die Lebensmittel luftdicht verschlossen und dann möglichst schonend erhitzt werden. Konserven wie Suppen können auf über 100 °C erhitzt und somit sterilisiert werden. Gemüse, Fisch und Fleisch hingegen werden auf maximal 95 °C erhitzt — und damit also pasteurisiert. Und wo wir jetzt sowieso schon beim informativen Teil sind, können wir auch gleich in die Vollen gehen:

5 spannende Fakten über die Konservendose!

1

Die Erfindung

Den Impuls zur Erfindung der Konserve gab Napoleon Bonaparte, als er 1795 ein Preisgeld für eine Konservierungsmöglichkeit von Lebensmitteln aussetzte, damit seine Soldaten im Krieg nicht mehr plündern müssen. Die entscheidende Idee hatte ein Pariser Bäcker, der Essen in Glasflaschen konservierte. Die Blechdose erfand dann schließlich 1810 der Brite Peter Durand. Ab 1813 ging sie in Produktion.

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2

Die Öffnung

Tatsächlich vergingen mehrere Jahrzehnte, bis ein spezielles Werkzeug zur Öffnung von Konservendosen erfunden wurde! Bis 1855 war also Kreativität gefragt, um ans Futter zu kommen: Soldaten im Feld benutzten die Bajonette an ihren Gewehren. Zivilisten hingegen behalfen sich mit Messern, Äxten oder auch Hammer und Meißel.

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Das Gift

Früher wurden Konservendosen mit Blei zugelötet – das giftige Schwermetall verunreinigte mit der Zeit auch die Lebensmittel in der Dose, sodass Bleivergiftungen keine Seltenheit waren. Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Aber die Innenbeschichtung, die die Dosen gegen Korrosion schützt, enthält oft den Schadstoff Bisphenol A, der wie weibliches Östrogen wirkt. Aber er ist in vielen alltäglichen Dingen enthalten. Und wenn man sich nicht jeden Tag kiloweise Dosenfutter gönnt, ist die davon ausgehende Gefahr sehr theoretischer Natur.

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Die Haltbarkeit

Die meisten Konserven sind tatsächlich unbegrenzt haltbar – lediglich für Fisch- und Fleischkonserven gilt das nur bedingt. Dass alle Dosen ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufweisen, liegt nicht an der Verderblichkeit, sondern lediglich daran, dass dies für alle Lebensmittel vorgeschrieben ist. Mit der Zeit können allerdings Geschmack und Vitamine verloren gehen, weshalb Konserven aus Uromas Beständen nur bedingt empfehlenswert sind.

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5

Die bizarre Seite

Normalerweise sind aufgeblähte Konserven nicht mehr genießbar und ein Fall für den Müll – doch die Schweden sehen das – zumindest in einem speziellen Fall – ziemlich anders: Surströmming ist Hering, der in der Dose gärt, wodurch diese unter gehörigem Druck steht. Wenn man nicht gerade zu den Wenigen gehört, die das für eine Delikatesse halten, sollte man sich vor dem bestialischen Gestank, der die meisten Versuche, das Zeug zu probieren, vereiteln dürfte, in Acht nehmen. Dass die unter Druck stehenden Dosen dazu neigen, die stinkende Flüssigkeit im Inneren explosionsartig und unkontrolliert freizusetzen, liegt auf der Hand. Der Transport von Surströmming-Dosen ist bei British Airways und Air France übrigens strengstens untersagt …

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