Alltagsfragen: Warum ist die Farbe Lila in (fast) keiner Nationalflagge zu sehen?

Nationalflagge Farbe Lila
© Unsplash/Jason Leung
Lisa-Marie Yilmaz
05.03.2020

Sie symbolisieren einen anerkannten Staat und auch wenn sie sich einige von ihnen hier und da ein wenig ähneln, gibt es keine identischen: Die Rede ist natürlich von Nationalflaggen. Besonders die Farben Schwarz, Rot oder Blau begegnen uns dabei immer wieder – nur eine Farbe macht sich tatsächlich eher rar, wenn es um Nationalflaggen geht. Die Rede ist hier von der Farbe Lila – aber warum ist das eigentlich so?

Dass eine Flagge nicht zwingend rechteckig sein muss, beweist etwa die Nationalflagge Nepals, die beispielsweise aus zwei Dreiecken besteht –nichtsdestotrotz haben Nationalflaggen in der Regel eines gemein, denn die darin verwendeten Farben, Schattierungen oder Musteranordnungen sollen vor allem die Macht des entsprechenden Staates symbolisieren. Und auch wenn eine Nuance in der Farblehre einen ganz besonders edlen und imposanten Ruf hat, wird diese dennoch so gut wie nie beim Design einer Nationalflagge verwendet: Es ist die Farbe Lila.

Dass Lila, oder Violett, so gut wie nie in Staatsflaggen verwendet wird, hat tatsächlich einen simplen Grund: Denn die Farbe, die stets mit Eleganz und vor allem Königshäusern assoziiert wurde, brachte schlicht und ergreifend auch einen entsprechenden Preis mit sich. Der Grund: Die Farbe konnte nur durch die komplizierte und mühsame Verarbeitung der Flüssigkeit von Meeresschnecken gewonnen werden.

Es gibt zwei Nationalflaggen mit der Farbe Lila

Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine preiswertere Alternative zur Herstellung der Farbe Lila gefunden – dumm nur, dass zu dieser Zeit die meisten Nationalflaggen bereits etabliert waren. Tatsächlich sollten jedoch zwei Länder die Farbe Lila für ihre Staatsflaggen einsetzen können: 1978 kreierten die Länder Dominica und 1908 Nicaragua ihre Nationalflaggen mit jeweils purpurfarbenen Elementen.

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