Alltagsfragen: Warum bringt der Osterhase eigentlich bunte Eier?

Osterhase bunte Eier
© Montage 2GLORY (Unsplash)
Lisa-Marie Yilmaz
09.04.2020

Zugegeben, in Zeiten der Corona-Krise wird Ostern in diesem Jahr definitiv anders gefeiert. Doch auch, wenn wir das Fest nicht mit unseren Liebsten im Garten oder in trauter Großfamilien-Runde verbringen können, steht eines fest: Der Osterhase stattet uns natürlich trotzdem einen Besuch ab. Grund genug, der folgenden Alltagsfrage auf den Grund zu gehen: Warum bringt der Osterhase bunte Eier?

Kommen wir erst einmal zu einem ganz besonderen Fun-Fact bezüglich des Osterhasens: Denn dieser ist systemrelevant – zumindest in Neuseeland. Klingt komisch, ist aber so und den Grund liefern uns die Neuseeländer gleich mit: Denn der Osterhase biete wie die Zahnfee eine wesentliche Dienstleistung, erklärte Premierministerin Jacinda Ardern mit Blick auf die Frage, ob der Osterhase denn auch trotz der Corona-Krise im Einsatz sein werde.

Vermutungen, warum der Osterhase bunte Eier versteckt

Kommen wir nun aber zu der Frage, was es mit dem Osterhasen und den bunten Ostereiern auf sich hat. Zunächst einmal sei gesagt: Warum ausgerechnet der fortpflanzungsfreudige Hoppler zum Symboltier des Osterfestes auserkoren wurde, ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Volkskundler vermuten, dass der Meister Lampe als Symbol des Lebens die zur Osterzeit erwachende Natur versinnbildlichen soll. In symbolischer Hinsicht passt zu dieser Vermutung das seit dem 13. Jahrhundert traditionell rot gefärbte Osterei: Dieses steht für die Farbe des Lebens, der Freude und natürlich auch als Symbol für das Blut Christi.

Im Laufe der Jahrhunderte sind zu dem traditionell rot gefärbtem Ei dann noch weitere Farben dazugekommen – dass der Osterhase bunt bemalte Eier im Garten versteckt, wurde übrigens erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt. Der  Mediziner Georg Franck von Franckenau beschreibt in seiner Abhandlung De ovis paschalibus – von Oster-Eyern das Phänomen, dass der Osterhase in bestimmten deutschen Regionen Eier versteckt. Der Rest ist Geschichte – und ein wichtiger Teil unseres Kulturguts.

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