Narcos: Warum der Bruder von Pablo Escobar Netflix droht

In der vergangenen Woche wurde ein Location-Scout der Netflix-Serie Narcos bei den Vorbereitungen zur vierten Staffel der Serie um Pablo Escobar erschossen. Nun meldet sich Roberto Escobar zu Wort und spricht eine deutliche Warnung an den Streamingdienst aus!

Es könnte eine Story aus der Serie sein, doch leider mussten sich die Macher der Netflix-Produktion Narcos in den vergangenen Tagen schmerzlich darüber bewusst werden, dass dies das wahre Leben ist: Carlos Muñoz Portal, ein Netflix-Mitarbeiter, der in Mexiko nach geeigneten Drehorten für die vierte Staffel suchte, wurde erschossen in seinem Auto aufgefunden. Jetzt warnt Roberto Escobar, der Bruder Pablo Escobars († 44), um den und dessen Medellín-Kartells es in den ersten beiden Staffeln der nahezu dokumentarischen Serie geht, den Streaming-Dienst davor, die Dreharbeiten der Serie ohne sein Einverständnis in Kolumbien fortzusetzen.

So deutlich sind die Worte des Escobar-Bruders über die Narcos-Dreharbeiten

Die Frage, ob Portals Tod unmittelbar mit der Arbeit an der Forsetzung der Serie zusammenhängt, ist bislang noch nicht geklärt. Nichtsdestotrotz sind die Worte des Escobar-Bruders, der sich seit Ende seiner Haftzeit um den Nachlass des seinerzeit gefürchtetsten Drogenbosses kümmert, deutlich: Ich will nicht, dass Netflix oder irgendeine Filmproduktionsfirma ohne Erlaubnis meiner Firma Escobar Inc. in Medellín oder Kolumbien einen Film dreht, der auf mich oder meinen Bruder Pablo Bezug nimmt! Im Gespräch mit dem Hollywood Reporter sprach der heute 71-Jährige wie folgt über die Narcos-Dreharbeiten: Wenn man Intellekt hat, muss man keine Waffen benutzen. Wenn nicht, muss man das. In diesem Fall sollte Netflix ihren Leuten Profikiller zur Seite stellen.

Wie reagiert Netflix auf die Escobar-Warnung?

Laut Escobar habe sich Netflix bislang noch nicht hinsichtlich seiner Warnung geäußert. Bereits 2016 trat er in Kontakt mit dem Serienanbieter und drohte mit einer Milliardenklage. Der Vorwurf? Die Rechte an der Geschichte seines Bruders lägen angeblich bei ihm. Zusätzlich warf er Netflix vor, Lügen über Pablo zu verbreiten und verlangte darüber hinaus Einsicht in die Drehbücher zur zweiten Staffel. Wie Netflix in dieser Angelegenheit also vorgehen wird, ist bislang noch unklar. Eines ist aber sicher: Mit Blick auf die folgenden Worte Escobars, wird der Streaming-Dienst sicher schon bald reagieren müssen: Sollten sie [Netflix; Anm. der Redaktion] unserer Forderung nicht nachkommen, werden wir ihre kleine Show beenden.

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