Schallplatte als Urne – oder: Der Tod hört mit!

Schallplatte als Urne
© depositphotos/belchonock
Fabian Langkamp
24.11.2017

Was würdest du davon halten, wenn man deine Asche nach deinem Tod bei der Pressung von Vinylplatten beimischen würde? Das soll jetzt wirklich kein makaberer Scherz sein, denn diese Innovation in Sachen Bestattungen gibt es wirklich und erfreut sich in England immer größerer Beliebtheit. Eine Schallplatte als Urne: Wer steckt hinter diesem Konzept?

In der heutigen Zeit gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man sich bestatten lassen kann. Wer sich gegen eine Beerdigung entscheidet, könnte seine Asche theoretisch über dem offenen Meer, im Garten oder über dem Stadion des Lieblingsklubs verstreuen lassen – wenn das Feuerbestattungsgesetz dem Vorhaben keinen Riegel vorschieben würde.

Wie funktioniert die Schallplatte als Urne?

In England sind diese Hürden offensichtlich einfacher zu überwinden, denn diese Idee klingt für die Ohren vieler Traditionalisten wie von einem anderen Planeten. Die Firma And Vinyly arbeitet die Asche von Verstorbenen tatsächlich in gepresste Schallplatten ein. Der „Vinyl-Sarg“ ist jedoch alles andere als kostengünstig zu beziehen.

3.000 Britische Pfund müssen die Hinterbliebenen für die 30 Schallplatten auf den Tisch legen, auf den die Asche aufgeteilt wird – jede wird je nach Wunsch mit exakt 24 Minuten Musik oder Sprache bespielt. Egal, wie man sich entscheidet: Der Tod hört in jedem Fall mit!

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