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I want to ride my Bicycle: Die 10 besten Städte für Radfahrer!

Städte für Radfahrer
© Unsplash/Cristina Gottardi
Henning Sonnenschein
19.04.2020

Schon gewusst? Der 19. April ist Fahrradtag! Selbst für motivierte Radfahrer ist diese Info wahrscheinlich neu, was nicht zuletzt an dem äußerst skurrilen Grund für dieses Datum liegen dürfte: Am 19. April 1943 entdeckte nämlich der Forscher Albert Hofmann im Selbstversuch die halluzinogene Wirkung der Droge LSD – und nachdem er sein berauschendes Tagwerk beendet hatte, fuhr er mit dem Fahrrad nach Hause.

So weit, so seltsam. Da wir zugedröhntes Radeln natürlich in keinster Weise gutheißen können, nähern wir uns dem Thema aus einer nüchternen, aber keineswegs langweiligen Perspektive: Welche deutschen Großstädte kommen den Bedürfnissen der Radfahrer am stärksten, besten und kreativsten entgegen?

Genau diese Frage stellt sich auch regemäßig der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC, schaut sich die Bemühungen der Städte ganz genau an, befragt die einheimischen Radfahrer und erstellt eine entsprechende Rangliste, deren Königsklasse die der Großstädte über 200.000 Einwohner ist. Und genau diese Top Ten servieren wir dir jetzt — und wenn deine Heimat auch in dieser Liste auftaucht, können wir dir versichern, es handelt sich um keine Halluzination …

Vorhang auf für die 10 besten deutschen Städte für Radfahrer!

1

Münster

Dass Münster regelmäßig als Sieger aus diesem Städtevergleich hervorgeht, überrascht kaum: Mit rund 500.000 Fahrrädern gibt es hier doppelt so viele Drahtesel wie Einwohner, was vor allem daran liegt, dass in der Stadt sehr viele Studenten wohnen. Da ist es nicht nur Wohlwollen, sondern eine absolute Notwendigkeit, den Radfahrern das Leben im Stadtverkehr so angenehm wie möglich zu machen. Dass dadurch wiederum mehr Leute motiviert werden, sich auch in den Sattel zu schwingen, liegt auf der Hand.

2

Karlsruhe

Hier ist man allein schon deshalb dem Fahrrad verpflichtet, weil mit Karl Drais ein zentraler Pionier für diese Form der Mobilität 1817 hier sein Zweirad entwickelt hat. Ein in sich geschlossenes und gut beschildertes Radwegnetz macht es zum Genuss, hier in die Pedale zu treten – und die Idylle der Umgebung Karlsruhes (Pfälzer Wald, Schwarzwald, Kraichgau) lädt zusätzlich zu ausgedehnten Radtouren ein, die man als entspannter Stadt-Radler natürlich umso lieber in Angriff nimmt.

3

Freiburg im Breisgau

Dass es Radfahrern hier gut geht, überrascht nicht: Die Stadt ist kompakt, verwinkelt, von der Sonne verwöhnt und von vielen Studenten bewohnt. Da ergibt sich die Notwendigkeit, den Verkehr um die unmotorisierten Einspurer herumzuplanen, fast von alleine – und das über 400 Kilometer lange Radwegnetz beweist, dass die Verantwortlichen auch genau das tun. Hier gibt es nicht nur Radwege, sondern viele eigene Straßen und Brücken für die Pedalritter.

4

Bremen

Die Hansestadt ist nicht nur die größte in dieser Rangliste, sondern auch eine der besten: Hier gibt es die „Bike Citizens“-App, mit der man ganz einfach die schnellsten und auch die schönsten Radwege kreuz und quer durch Bremen entdecken und sich zu all den Sehenswürdigkeiten der Stadt führen lassen kann. Das erfreut Einwohner wie Touristen gleichermaßen und funktioniert so gut, dass Bremen hinter Kopenhagen und Amsterdam als fahrradfreundlichste Stadt Europas gilt!

5

Hannover

Auch die Landeshauptstadt Niedersachsens gilt als typisches Großstadtpflaster mit dazugehörigen Verkehrsproblemen. Aber für Radfahrer hat man hier trotz der vielfältigen Schwierigkeiten einen Sinn: Ampelgriffe und Trittbretter an Kreuzungen sind für Radler ebenso sinnvoll wie einzigartig in deutschen Städten!

6

Kiel

Platz sechs für die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins ist ein ehrenwertes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass sie seit der schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs nicht gerade als idyllisches Kleinod gilt. Scheinbar gehen objektive und subjektive Bewertungen aber auch auseinander: In der Stadt formen sich Proteste für (noch) mehr Infrastruktur und Platz für Radfahrer …

7

Braunschweig

Die zweitgrößte Stadt Niedersachsens ist eine, in der es viele Gründe gibt, Radfahrer als Faktor in die Verkehrsplanung einzubeziehen: groß genug, um viel Sehenswertes zu bieten, aber kompakt genug, um alles Interessante leicht erreichbar zu machen. Und da Braunschweig auch viele Parks und Grünanlagen bietet, ist das Radeln hier nicht nur praktisch, sondern auch idyllisch.

8

Rostock

In Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns sind Radfahrer nicht nur als Einwohner, sondern auch als Touristen ein relevanter Faktor für die Stadtplaner. Dementsprechend viel Mühe investiert man in das große Netz an Radwegen und hat darüber hinaus Monitore installiert, um die Zahl der Radfahrer in der Stadt statistisch präzise zu erheben.

9

Leipzig

Die sächsische Metropole entwickelt sich mehr und mehr zu einer modernen Trend-City – auch für Studenten und somit für eine große Radler-Community. Dementsprechend hat das Rad hier mehr noch als in anderen Städten auch eine kulturelle Bedeutung, der neben einem guten Radwegnetz mit vielen Werkstätten, Tauschbörsen und jeder Menge Fahrrad-Designern Rechnung getragen wird.

10

Oberhausen

Zugegeben, Städte im Ruhrgebiet assoziiert man eher selten mit idyllischen Bedingungen für irgendwas. Oberhausen punktet bei Radfahrer aber mit einen effektiven und ausgeklügelten Wegweisungssystem, und zeigt darüberhinaus, dass es mit einer entsprechenden App auch am Puls des digitalen Zeitalters ist.

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