Terrorgefahr: Der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wahrheit

Terrorgefahr
Fabian Langkamp
24.07.2016

Auch wenn es sich bei dem Blutbad in München vermutlich eher um einen Amoklauf eines Einzelnen als um einen Terroranschlag gehandelt hatte, ist die Sorge in Deutschland deutlich gestiegen. Ohne die Terrorgefahr herunterspielen zu wollen, sollte man sich jedoch den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wahrheit vor Augen führen. Wie wahrscheinlich ist es wirklich, Opfer eines Anschlags zu werden?

Zu diesem in unserer heutigen Zeit leider relevanten Thema hat die „Tagesschau“ auf Facebook ein Video geteilt, das einen interessanten Aspekt zum Vorschein bringt – und das die Terror-Gefahr besser einordnet. Laut aktueller Zahlen des „Statistischen Bundesamtes“ ist die Wahrscheinlichkeit nämlich deutlich größer, beim Essen zu ersticken als bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen. Dazu passt auch eine Aussage von Risikoforscher Ortwin Renn, der bereits 2015 gegenüber „Deutschlandradio Kultur“ darauf hinwies, dass man eher an einer Pilzvergiftung sterben könne.

Wird die Terrorgefahr überbewertet – und warum?

Doch warum weichen Wahrnehmung und Wahrheit im Fall von Terror so stark voneinander ab. Auch darauf hatte Renn eine Antwort: „Je öfter eine besondere Bedrohung visuell und informativ zur Verfügung steht, desto eher erscheint sie auch real.“ Natürlich ist es wichtig, sich zu informieren und die aktuelle Gefahrenlage zu kennen, doch manchmal ist es vielleicht besser, nicht jede Sondersendung zu diesem Thema zu schauen und nicht jeden Artikel zu lesen. Eine Überbewertung der Terrorgefahr schränkt die persönliche Freiheit ein und spielt letztendlich genau den Falschen in die Karten!

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