„Sag es mir ins Gesicht“: Transgender-Soldatin legt sich mit Trump an!

Dennis Ebbecke
27.07.2017

Donald Trump, der Twitter-Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat wieder einmal mit einem Tweet für Schlagzeilen gesorgt und viele Menschen mehr als verärgert. Er kündigte an, dass Transgender-Soldaten ab sofort aus dem Militär ausgeschlossen werden sollen. Kristin Beck, die 20 Jahre lang bei den Navy Seals war, schoss nun zurück und machte deutlich, was sie davon hält, dass Trump Transgender diskriminiert.

Beck gehörte über zwei Jahrzehnte den Eliteeinheiten 1, 5 und 6 der Navy Seals an – zunächst als Christopher, später als Kristin. Sie war in Bosnien, im Irak und Afghanistan stationiert und galt als eine hoch angesehene Soldatin. Ab sofort werden Trasregender laut Donald Trump in den USA allerdings keine Chance mehr bekommen, ihr Land zu verteidigen, wie er in einem eindeutigen Tweet bekräftigte.

Der Beweis, dass Trump Transgender ausschließen will!

Das Unverständnis der Bevölkerung für diese diskriminierende Entscheidung ist groß. Als Vorreiterin auf diesem Gebiet ließ nun Kristin Beck ihrem Unmut gegenüber dem US-Präsidenten freien Lauf. Im Interview mit Business Insider teilte sie kräftig aus. Mit den Worten „Treffen wir uns und dann sag mir ins Gesicht, dass ich nicht würdig bin“ richtete sich Beck direkt an Trump. Um ihrer Haltung noch mehr Gewicht zu verleihen, erklärte die Ex-Soldatin: „Wir sind das Land der Freiheit. Wenn man das Recht nicht für jeden US-Amerikaner verteidigen kann, ist das nicht okay.“

Begründung nur ein Vorwand?

Doch warum will Trump Transregender eigentlich abziehen? Als Grund führte der Milliardär an, dass die medizinischen Kosten gesenkt werden müssen. Aus Sicht von Kristin Beck ist dieses Argument nichts weiter als ein Vorwand: „Wir reden hier über 0,000001 Prozent des Militärbudgets.“ Mit ihren starken Worten hat Beck ein klares Zeichen gesetzt und die Freiheit erneut verteidigt.

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