Senna, Bryant, Enke und Co.: Diese 20 Sportler sind viel zu früh gestorben

verstorbene Sportler
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Dennis Ebbecke
27.01.2020

Er war einer der besten Basketballer aller Zeiten, galt gemeinhin als der Erbe des großen Michael „Air” Jordan. Am 26. Januar 2020 verstarben Basketball-Legende Kobe Bryant († 41) und dessen 13-jährige Tochter Gianna bei einem Helikopter-Absturz in der Nähe von Los Angeles. Anlässlich dieser Tragödie blicken wir zurück und erinnern an andere Stars aus der Welt des Sports, die wir niemals vergessen sollten. Hier sind 20 viel zu früh verstorbene Sportler!

Als am Sonntagabend die Nachricht die Runde machte, dass Kobe Bryant bei einem Helikopter-Absturz ums Leben gekommen sein soll, trauten seine Fans ihren Ohren kaum. Die Trauer war allgegenwärtig — auch weit über den Basketballsport hinaus. Die internationale Presse befand, dass mit dem Tod von Bryant „ein Kulturschatz für alle” (La Gazzetta dello Sport) gestorben sei.

Frühere Weggefährten wie der deutsche Ex-Basketball-Star Dirk Nowitzki („Du wirst immer geliebt werden!”) oder der ehemalige US-Präsident Barack Obama („Kobe war eine Legende auf dem Platz und hatte gerade damit begonnen, was ein sinnvoller zweiter Akt werden sollte.”) kondolierten dem verstorbenen US-Amerikaner und dessen Tochter.

Die „Black Mamba”, wie Bryant als Profi genannt wurde, hat sich damit leider in eine lange Liste jener Sportler eingereiht, die viel zu früh von uns gegangen sind. Im Folgenden gedenken wir — ohne Anspruch auf Vollständigkeit — all den Sport-Helden und Talenten, deren Karriere- und Lebensweg wir gerne länger begleitet hätten. Diese 20 Namen stehen stellvertretend für viele weitere Persönlichkeiten des Sports, die uns begeistert haben.

Hier sind 20 viel zu früh verstorbene Sportler — von Ayrton Senna über Robert Enke bis Kobe Bryant!

1

Michael Westphal († 26)

Sportart: Tennis
Todestag: 19.06.1991

Vor allem im Davis Cup lieferte Michael Westphal einst große Matches für Deutschland ab. Der damalige Lebensgefährte von Jessica Stockmann, die später mit Michael Stich verheiratet war, starb viel zu früh im Alter von 26 Jahren an den Folgen von AIDS.

2

Maurice Banach († 24)

Sportart: Fußball
Todestag: 17.11.1991

„Mucki”, wie Banach genannt wurde, galt als eine der größten Sturmhoffnungen Deutschlands — bis der Köln-Profi auf der A1 bei Remscheid in einen Brückenpfeiler raste. Das Auto ging in Flammen auf, Banach war wohl sofort tot.

3

Ulrike Maier († 26)

Sportart: Ski
Todestag: 29.01.1994

Die zweifache Weltmeisterin im Super‑G versetzte die Sportwelt mit ihrem verhängnisvollen Sturz während der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen in einen Schockzustand. Die Bilder der Live-Übertragung haben viele Skisport-Fans bis heute nicht vergessen.

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4

Ayrton Senna († 40)

Sportart: Motorsport (Formel 1)
Todestag: 01.05.1994

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister verunglückte beim Großen Preis von San Marino in Imola tödlich. Bereits einen Tag zuvor verstarb der Österriecher Roland Ratzenberger auf derselben Strecke im Qualifying.

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5

Andrés Escobar († 27)

Sportart: Fußball
Todestag: 02.07.194

Der kolumbianische Nationalspieler erzielte in der WM-Vorrunde 1994 gegen Gastgeber USA ein Eigentor, seine Nation schied in der Gruppenphase aus. Nur wenige Tage später wurde er in seiner Heimat in Kolumbien in einer Bar erschossen. Mutmaßlich hatte die Wettspielmafia ihre Hände bei diesem Mord im Spiel.

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6

Florence Griffith-Joyner († 38)

Sportart: Leichtathletik
Todestag: 21.09.1998

Dreimal wurde die US-amerikanische Sprinterin Olympiasiegerin, einmal holte sie den WM-Titel. Nach einem leichten Schlaganfall 1996 erstickte sie zwei Jahre später im Schlaf in Folge eines schweren epileptischen Anfalls.

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7

Marc-Vivien Foé († 28)

Sportart: Fußball
Todestag: 26.06.2003

Der Mittelfeldspieler bestritt über 60 Länderspiele für Kamerun und nahm 1994 an der Weltmeisterschaft teil. Während des Confed-Cups 2003 brach der Spieler ohne Fremdeinwirkung zusammen und verstarb aufgrund eines Herzenversagens.

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8

Marco Pantani († 34)

Sportart: Radsport
Todestag: 14.02.2004

Der Bergspezialist gewann 1998 sowohl die Tour de France als auch den Giro d’Italia. Das machte dem Italiener bis heute niemand nach. Sechs Jahre später verstarb er der Autopsie zufolge an einer Überdosis Kokain.

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9

Robert Müller († 28)

Sportart: Eishockey
Todestag: 21.05.2009

Knapp 400 DEL-Spiele und 127 Länderspiele absolvierte der Eishockeytorwart zwischen 1998 und 2008. Robert Müller erlag einem Hirntumor und löste damit deutschlandweit eine Welle der Trauer aus.

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10

Robert Enke († 32)

Sportart: Fußball
Todestag: 10.11.2009

In der Öffentlichkeit ließ sich der ehemalige deutsche Nationaltorhüter nie etwas von seinen Depressionen anmerken. Seine Krankheit konnte der erfolgeiche Profi von Hannover 96 nicht besiegen. Am 10. November verlor er sein Leben durch Schienensuizid.

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11

Marco Simoncelli († 24)

Sportart: Motorrad (MotoGP)
Todestag: 23.10.2011

„SuperSic” galt als großes Talent in der MotoGP. Bei einem Rennunfall auf dem Sepang International Circuit in Malaysia verlor der Italiener jedoch viel zu früh sein Leben. In einer schnellen Rechtskurve rutschte ihm das Vorderrad weg, Colins Edwards und Valentino Rossi konnten ihm nicht mehr ausweichen.

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12

Junior Malanda († 20)

Sportart: Fußball
Todestag: 10.01.2015

Er stand noch ganz am Anfang seiner Karriere, brachte alles mit, um ein großer Fußballstar zu werden. Doch Junior Malanda vom VfL Wolfsburg wurde es zum Verhängnis, dass er bei einem schweren Autounfall nahe der Porta Westfalica nicht angeschnallt war. Noch heute wird das Talent im Stadion der „Wölfe” von den Fans mit Sprechchören bedacht.

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13

Anthony Mason († 48)

Sportart: Basketball
Todestag: 28.02.2015

13 Jahre lang verbrachte Anthony Mason in der NBA. Sein Tod 2015 sorgte für große Bestürzung. Der Basketballer erlag den Folgen eines Herzleidens. Zuletzt soll der 2,01-Meter-Mann rund 160 Kilogramm gewogen haben.

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14

Jules Bianchi († 25)

Sportart: Motorsport (Formel 1)
Todestag: 17.07.2015

Der Franzose war der erste Formel-1-Pilot seit Ayrton Senna 1994, der im Rahmen der Königsklasse des Motorsports sein Leben verlor. Bereits im Oktober 2014 war der Marussia-Fahrer in Suzuka verunglückt. Nach neun Monaten später erlag er an den Spätfolgen seiner schweren Verletzungen.

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15

Nicky Hayden († 35)

Sportart: Motorrad (MotoGP)
Todestag: 22.05.2017

Im Jahr 2006 feierte Nicky Hayden auf seiner Honda seinen ersten und einzigen WM-Titel in der Königsklasse des Motorradsports. Viele Jahre gehörte der US-Amerikaner dem MotoGP-Tross an. Ausgerechnet ein Fahrradunfall beim Training in Rimini riss ihn aus dem Leben.

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16

Graciano Rocchigiani († 54)

Sportart: Boxen
Todestag: 01.10.2018

„Rocky” war als Boxer sowohl für sportliche Erfolge als auch für Skandale gut. Mit seinem Tod, hervorgerufen durch einen Verkehrsunfall auf Sizilien, bei dem er als Fußgänger von einem Auto erfasst wurde, hinterließ er eine große Lücke in der Sportwelt.

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17

Emiliano Sala († 28)

Sportart: Fußball
Todestag: 21.01.2019

Nur zwei Tage nachdem Cardiff City den Transfer des Argentiniers bekanntgegeben hatte, verschwand eine Piper PA-46 mit Sala an Bord auf dem Flug von Nantes nach Cardiff vom Radar. Am 3. Februar 2019 wurde das Flugzeugwrack im Ärmelkanal gefunden, drei Tage später wurde die Leiche Salas geborgen.

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18

José Antonio Reyes († 35)

Sportart: Fußball
Todestag: 01.06.2019

Der Spanier gewann mit großen Vereinen wie dem FC Arsenal, dem FC Sevilla, Real und Atlético Madrid reihenweise Titel. 2019 kam er bei einem Autounfall ums Leben, nachdem ein Reifen bei bei 237 km/h geplatzt war. Der Wagen ging in Flammen auf, Reyes konnte nur noch tot geborgen werden.

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19

Anthoine Hubert († 22)

Sportart: Motorsport (Formel 2)
Todestag: 31.08.2019

Nachdem er 2018 die GP3-Serie gewann, stieg der Franzose 2019 in die Formel 2 auf. Aufgrund eines Reifenschadens auf der Strecke Spa-Francorchamps verlor er die Kontrolle über seinen Boliden und kollidierte mit der Streckenbegrenzung. Die dahinter folgenden Fahrer konnten nicht mehr ausweichen und prallten mit voller Wucht in Huberts Auto.

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20

Kobe Bryant († 41)

Sportart: Basketball
Todestag: 26.01.2020

Die „Black Mamba”, wie Bryant genannt wurde, trug 20 Jahre das Trikot der Los Angeles Lakers, ehe er 2016 seine Karriere beendete. Knapp vier Jahre später kam der einstige  Superstar der NBA bei einem Helikopter-Absturz nahe Los Angeles ums Leben — ebenso wie acht weitere Insassen, darunter seine 13-jährige Tochter Gianna.

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