Very Special: 5 Gründe, warum Rothaarige stolz auf ihre Mähne sein können

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Rothaarige
© Depositphotos

Menschen mit roten Haaren mangelt es weder an Aufmerksamkeit noch an markanten Genossen. In der Kindheit musste wohl jede/r Rothaarige die Vergleiche mit Pipi Langstrumpf, Pumuckl oder dem Sams über sich ergehen lassen — und ob es besser wird, wenn im Erwachsenenalter Boris Becker, Prinz Harry oder Ed Sheeran als Maßstab herangezogen werden, liegt im Auge des Betrachters …

Die Auswahl aktueller Beispiele macht klar: Heutzutage werden Männer mit feuriger Haarpracht nicht selten belächelt, während die Damen dieser Zunft ein eher wohlwollender Hauch des Besonderen umweht. Was zum einen daran liegen mag, dass Frauen generell leichter mit Liebreiz assoziiert werden — und zum anderen daran, dass bei ihnen die Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist, dass der rote Schopf keine Laune der Natur, sondern eher der Trägerin bei der Auswahl der künstlichen Tönung war.

Rothaarige als Opfer des menschlichen Irrsinns

Sei es den Ladies gegönnt, denn in früheren Jahrhunderten hatten es Rothaarige im Allgemeinen und Frauen im Besonderen fernab jeglichen Augenzwinkerns nicht leicht: Sie wurden als Hexen denunziert und in verstörender, damals aber logischer Konsequenz umgebracht oder zumindest als mit dem Teufel im Bunde stehend diskriminiert. Auch im alten Ägypten regierte derartiger Unsinn, und selbst heute noch halten sich in manchen Ländern — ausgerechnet dort, wo man dieses Merkmal vergleichsweise häufig antrifft — Mythen, dass rote Haare Unglück bringen.

Hintergrund für all diese Herabwürdigungen ist nichts anderes, als das dieses Merkmal denkbar selten ist: Nur etwa ein Prozent der Weltbevölkerung haben diese Haarfarbe von Natur aus! Rothaarige finden sich übrigens keineswegs am häufigsten in Irland (etwa 10 Prozent), sondern eine Insel weiter in Schottland (14 Prozent). Die wenigsten Rotschöpfe verzeichnet Papua-Neuguinea mit 0,03 Prozent. In Deutschland sind es etwa 2 Prozent.

Aber genug der düsteren Vergangenheit und der trockenen Zahlen — und Vorhang auf für 5 bemerkenswerte Fakten über Rothaarige!

1

Keine Angst vor grauen Haaren

Auch wenn Rothaarige nicht konsequent davon verschont bleiben: Ihr Schopf behält seine Pigmentierung länger als alle anderen Haarfarben — und wenn sich dann doch der Wandel einstellt, haben Ginger-Köpfe gute Chancen, statt schnödem Grau von blassen Kupfertönen, einem silbrigem Weiß oder einem sanften Beige heimgesucht zu werden.

via GIPHY2

Rot und Blau — wow!

So gering der Anteil rothaariger Menschen an der Weltbevölkerung sowieso schon ist: Mit blauen Augen bist du selbst unter ihnen etwas ganz Besonderes! Diese Haarfarbe wird rezessiv vererbt — also nur, wenn beide Elternteile Rotschöpfe sind. Bei den blauen Augen verhält es sich genauso, so spielen hier noch andere Faktoren eine Rolle. Wenn du diesen Sechser im Vererbungslotto gezogen hast, bist du übrigens auf Augenhöhe mit Nicole Kidman.

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3

Rotschopf kennt keinen Schmerz?

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Rothaarige ein anderes Schmerzempfinden haben als Menschen mit anderen Haarfarben. Das muss nicht in jeder schmerzhaften Lebenslage ein Vorteil sein, aber gegen Druck- und Stichschmerzen sind sie eindeutig unempfindlicher, wie entsprechende Tests ergeben haben. Allerdings brauchen sie bei Operationen auch mehr Narkosemittel.

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4

Gib mir ein D!

Die explizite Hellhäutigkeit von Rothaarigen ist mit Hinblick auf Sonnenbrand- und Hautkrebsgefahr wahrlich kein Vorteil. Dass eine bleiche Epidermis besonders viele UV-Strahlen durchlässt, hat aber dennoch auch eine gute Seite: Der Körper produziert so mehr Vitamin‑D, wofür sonst in der dunklen Jahreszeit viele Menschen zu entsprechenden Präparaten greifen. Damit wäre übrigens auch evolutionstechnisch erklärt, warum rothaarige Menschen in den nördlichen Gefilden Europas häufiger vorkommen als im Rest der Welt.

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5

Partytime!

Rot ist wohl die einzige Haarfarbe, für die es einen eigenen Feiertag gibt: Jedes Jahr am ersten Wochenende im September finden in den Niederlanden die Redhead Days statt, bei denen es neben themenbezogenen Partys, Workshops, Lesungen und Ausstellungen vor allem auch immer wieder beeindruckende Fotos gibt.

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