Alltagsfragen: Warum fallen schlafende Vögel nicht vom Ast?

Alltagsfragen schlafende Vögel
© Unsplash/Jason Hafso
Lisa-Marie Yilmaz
09.09.2019

Wir wissen es schon lange: Tiere haben Superkräfte! Vor allem Vögel sind in Sachen fantastischer Fähigkeiten wahre Vorreiter, denn hey: Diese Wesen können fliegen und das ist ja wohl schon fabelhaft genug. Doch Vögel können noch viel mehr, denn sicher hat sich jeder von uns schon einmal gefragt, warum die gefederten Freunde beim Schlafen nicht von dem Ast fallen, auf dem sie es sich gemütlich gemacht haben …

Ganz egal wie fest sie schlafen, Vögel haben stets alles im Griff und das meinen wir an dieser Stelle sogar wortwörtlich. Wie aber ist dieses tierische Phänomen möglich? Wir läuten eine neue Runde unserer Alltagsfragen ein und widmen uns der Antwort dieser Frage:

So viel ist sicher: Ein auf dem Boden schlafender Vogel wäre in der freien Wildbahn ein sprichwörtlich gefundenes Fressen für seine natürlichen Feinde. Logisch also, dass sich die Tiere zum Schlafen in die sichere Höhe auf Bäumen zurückziehen. Wie aber gelingt es den Tieren trotz tiefster Entspannung, beim Schlummern die absolute Kontrolle über ihren Körper zu behalten und sich währenddessen sicher an Ästen und Zweigen festzukrallen? Nur zur Erinnerung: Der Mensch legt beim Schlafen mehr oder minder jegliche Kontrolle über seinen Körper ab – und jetzt mal ehrlich: Wer ist nicht schon einmal aus dem Bett gefallen, weil wir uns im Tiefschlaf völlig entspannt ein wenig zu energisch zur Seite gedreht haben …?!

Warum fallen schlafende Vögel nicht vom Ast? Hier kommt die Antwort:

Während sich beim Menschen während des Schlafens also Muskeln und Sehnen lockern, ist bei Vögeln genau das Gegenteil der Fall. Je entspannter die Tiere sind, desto mehr straffen sich Muskeln und Sehnen. Heißt: Die Krallen umfassen beim Schlafen den Ast so sehr, dass ein Lösen dieser Anspannung nicht möglich ist, so lange das Tier noch im Tiefschlaf ist. Verstärkt wird der Klammergriff, wenn der Vogel beim Schlummern in die Hocke geht. Dieser tierische Mechanismus ist sogar so stark, dass Vögel nach dem Aufwachen zunächst mit einigen Flügelschlägen ihre Füße entlasten müssen, um den klammernden Griff zu lockern.

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