Was macht eigentlich … Snoop Dogg?

Snoop Dogg
© Depositphotos / gregorylee
Henning Sonnenschein
20.10.2018

47 Jahre alt wurde der Westcoast-Rapper am 20. Oktober – und auch wenn man in den letzten Jahren relativ wenig Notiz von seinem Schaffen genommen hat, war er alles andere als untätig. Und um die eine oder andere Überraschung ist Snoop Dogg als ausgesprochen humorvoller Vertreter seiner Zunft dabei auch nie verlegen.

Sein Debütalbum Doggystyle von 1993 ist bis heute sein absoluter Bestseller: Auf über 10 Millionen weltweit verkaufte Exemplare sollte er nie wieder kommen (was nicht heißt, dass nicht einige andere Alben auch große kommerzielle Erfolge waren). Dabei kann man ihm auch nicht vorwerfen, dass er sich davon hätte ausbremsen lassen: Seit seinem zweiten Werk Tha Doggfather von 1996 vergingen bis heute nie mehr als zwei Jahre zwischen zwei Veröffentlichungen – gerade in jüngerer Vergangenheit war eher ein jährlicher Output Standard. Und da sind die Projekte mit anderen Musikern und unter anderen Namen noch nichtmal mit eingerechnet …

Dass Snoop Dogg (vor allem in Europa) dennoch kaum noch im Fokus steht, liegt nicht zuletzt daran, dass er munter mit Stilistiken experimentiert – ein Beweis, dass ihm künstlerische Verwirklichung wichtiger ist als Verkaufszahlen. 2012 etwa gab er bekannt, nun Reggae anstatt Rap zu machen und sich Snoop Lion zu nennen. 2013 nannte er sich Snoopzilla und experimentierte mit Funk. Und sein 2018 erschienener Longplayer Snoop Dogg Presents Bible of Love ist tatsächlich – der Titel lässt es erahnen – ein lupenreines Gospelalbum geworden!

Snoop Dogg: Pasta statt Porno

Aber nicht nur musikalisch ist Snoop offen für Experimente: Als Schauspieler versuchte er sich ebenso wie als Autodesigner – und ein ganz spezielles Werk ist der 2000 unter seiner Regie entstandene Film Snoop Dogg’s Doggystyle, in dem er seine Musik mit Porno-Szenen verbindet … Wenn man nach seinem ganz aktuellen Schaffen forscht, merkt man aber schnell, dass Snoop nicht nur älter, sondern dabei scheinbar auch braver geworden ist: Am 23. Oktober erscheint tatsächlich sein erstes Kochbuch, dass er nicht ohne Grund From Crook to Cook nennt. Crook bedeutet so viel wie Gauner oder Schlitzohr.

Passend zum Thema