Alltagsfragen: Wie entsteht ein Schneckenhaus?

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Wie entsteht ein Schneckenhaus
© Unsplash/Krzysztof Niewolny

Schnecken gab es bereits, als noch die Dinosaurier auf der Erde lebten – sie sind also wahre Evolutionswunder. Ihr schützendes Schneckenhaus, das die Weichtiere auf ihrem Rücken tragen, ist an diesem beeindruckend langen Bestehen ihrer Art vermutlich nicht ganz unbeteiligt. Doch wie entsteht eigentlich ein Schneckenhaus? Wir liefern die Antwort auf diese Alltagsfrage.

Tatsächlich kommen Schnecken bereits mit einem Schneckenhaus zur Welt. Wenn sie aus dem Ei schlüpfen, tragen sie bereits ein winzig kleines Gehäuse auf dem Rücken. Bereits im Embryonalstadium wird diese sensible Schale gebildet, zu Beginn eines Schneckenlebens ist sie jedoch noch sehr weich und fast durchsichtig und kann dem Tier somit noch keinen Schutz vor Feinden oder Umwelteinflüssen bieten – zumindest während der ersten Wochen nach der Geburt. Danach ist das Schneckenhaus fertig ausgebildet.

Seine Festigkeit und Stärke erhält ein Schneckenhaus, indem sie Schnecke bereits kurz nach der Geburt kalkhaltige Nahrung zu sich nimmt. Mitunter steht die eigene Eierschale auf dem Speiseplan, aus der die Tiere einen kalkhaltigen Brei produzieren, den sie durch Drüsen auf dem eigenen Rücken ausscheiden. Parallel produzieren Schnecken Eiweiße, die den Kalk erhärten lassen – genau so verfahren sie auch mit anderer Nahrung.

Das Schneckenhaus – ein architektonisches Meisterwerk mit Schutzfunktion

Indem die Schnecke wächst, wächst übrigens auch ihr Schneckenhaus mit. Indem aus der aufgenommenen Nahrung Kalk abgelagert wird, entsteht Windung um Windung das Häuschen, das nicht nur größer, sondern auch immer stabiler und härter wird. Sollte es am Häuschen einmal zu einem Schaden kommen, ist die Schnecke sogar fähig, kleine Löcher selbst zu reparieren, indem fortlaufend Kalk abgesondert wird.

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