„Ich bin zu beschäftigt“ – 3 Gründe, warum dir dieser Satz schaden kann

Ich bin zu beschäftigt
© Unsplash/Kristopher Roller
Lisa-Marie Yilmaz
27.01.2020

„Ich bin zu beschäftigt“ – Hand aufs Herz: Wie oft haben wir diesen Satz schon gesagt?! Klar, wir sind natürlich sehr oft beschäftigt und vor allem im Joballtag passiert es nicht selten, dass wir zu beschäftigt sind, um anderen Aufgaben nachzukommen. Doch jetzt mal ehrlich: Bei genauerer Betrachtung müssen wir uns hier und da eingestehen, dass uns diese Aussage auch schaden kann …

Logisch, auf den ersten Blick macht es in der Regel einen ziemlich geschäftigten und vor allem wichtigen Eindruck, wenn wir in gefühlt jeder Situation zu beschäftigt sind, um uns anderen Dingen zu widmen. Natürlich kann es hier und da einmal passieren, dass berufliche To Do’s uns einfach so sehr im Griff haben, dass wir tatsächlich zu beschäftigt sind, um etwa privaten Terminen nachzukommen. Doch eines ist sicher: Nimmt der Satz „Ich bin zu beschäftigt“ schon inflationäre Züge an, stimmt etwas ganz und gar nicht und wir schaden uns langfristig nur selbst.

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Oftmals merken wir gar nicht, wie selbstverständlich uns der Satz „Ich bin zu beschäftigt“ über die Lippen kommt – doch allem Stress und beruflichen Verpflichtungen zum Trotz sollten wir uns vor Augen führen, dass uns zu viel Beschäftigung auch schaden kann.

Grund genug, auf 3 Gründe zu blicken, warum uns der Satz „Ich bin zu beschäftigt“ schaden kann:

1

Du bist überfordert

Ständig zu beschäftigt zu sein, muss nicht zwingend ein Zeichen dafür sein, dass du im Job unersetzbar bist. Vielmehr kann das Ganze zwischen den Zeilen bedeuten, dass du überfordert bist, was per se erst einmal nicht bedeutet, dass du schlecht in deinem Job bist. Doch wer ununterbrochen arbeitet, sich keine Pausen und noch weniger private Quality Time gönnt, kann in seinem Job nur überfordert sein und stellt darüber hinaus sowohl seine seelische als auch körperliche Gesundheit auf eine harte Probe …

2

Du setzt Prioritäten falsch

Es gibt Dinge, die auf unserer persönlichen Prioritätenliste ganz weit oben stehen, während andere Themen gerne einmal auf die hinteren Ränge abrutschen. Wer permanent busy ist, setzt demnach gerne berufliche Prioritäten, während privater Ausgleich in Form von Pausen, Quality Time oder einem (halbwegs) geregelten Feierabend gerne einmal vernachlässigt werden. Doch wer den ganzen Tag ausschließlich damit beschäftigt ist, beschäftigt zu sein, läuft auch ein hohes Risiko, den Blick für das Wesentliche zu verlieren und auch innerhalb der Job-To-Do’s die wirklich wichtigen Dinge aus den Augen zu verlieren, weil auch diese wesentlichen Themen unbemerkt auf der Prio-Liste nach unten rutschen …

3

Du vernachlässigst dein privates Umfeld

Es kann immer einmal passieren, dass man eine Verabredung absagen muss, weil man nicht aus dem Büro rauskommt. Schwamm drüber, dafür ist noch niemand gesteinigt worden. Wird das Absagen von privaten Terminen und Verabredungen wegen der Arbeit und der Ausrede „Ich bin zu beschäftigt“ jedoch zum Dauerzustand, kann sich dies negativ auf private und familiäre Beziehungsn auswirken. Wichtig ist: Allem Stress zum Trotz darf die Work-Life-Balance nicht durch ewigen Druck im Büro aus ihrer Ordnung gebracht werden. Denn geht es uns in privater Hinsicht nicht gut, funktionieren wir auch im Job nicht so, wie wir es sollen – und umgekehrt. Klingt logisch? Ist es auch – lass den Stress im Büro also an manchen Tagen auch mal Stress im Büro sein und triff dich endlich mal wieder mit deinen Freunden auf einen Drink.

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