Klassik meets Pop: Führt dieser Pianist endlich beide Genres zusammen?

Vanessa Paradis Jane Birkin
© Wikipedia/Twitter
Josefine Rose
23.11.2017

Man möchte meinen, dass 20 Jahre eine lange Zeit sind, um ein Versprechen einzulösen. Doch eben genau diese 20 Jahre hat sich Pianist Alexandre Tharaud genommen, um an einer Hommage an Chanson-Sängerin Barbara zu arbeiten. Damals stand er an ihrem Grab und gelobte, eines Tages ein Album mit ihren Chansons zu machen. Und um sein Versprechen einzulösen, hat sich Alexandre Tharaud prominente Unterstützung von Stimmen wie Vanessa Paradis, Jane Birkin oder auch Juliette Binoche geholt.

Blicken wir 20 Jahre zurück: Am 24. November 1997 starb Chanson-Sängerin Barbara an einem toxischen Schock. Am Tag ihrer Beerdigung tummelten sich unzählige Trauernde auf dem Friedhof von Bagneux bei Paris, um der Künstlerin ihre letzte Ehre zu erweisen. Unter ihnen: der damals 27-jährige Pianist Alexandre Tharaud, der die Sängerin seit seinem 14. Lebensjahr bewunderte und verehrte. Heute, 20 Jahre später, bezeichnet sich der Komponist nach wie vor „nur” als Fan Barbaras und das, obwohl er ein ganzes Album zu ihren Ehren produziert und schlicht und ergreifend Barbara genannt hat.

Eine Hommage an die Grande Dame des Chansons

Was er an ihrem Grab versprach, wollte er nicht brechen: Tharaud wollte eine Hommage an Barbara schaffen, für die er unverkennbare Personen, Stimmen und Geschichten mit hinzuzog. Von Vanessa Paradis und Jane Birkin über Juliette Binoche und Hindi Zahra – Barbaras Chansons wurden auf einzigartige Weise neu interpretiert und inszeniert; Alexandre Tharaud begleitet dabei jeden der Künstler am Piano. Auch Barbaras früherer Akkordeonist Roland Romanelli wirkt dabei mit und sogar Helmut Berger ist mit von der Partie und spricht Göttingen, eines der berühmtesten Chansons der Französin auf Deutsch.

Hindi Zahra interpretiert Barbara auf englisch

Während französische Ikonen wie Juliette Bonoche oder Vanessa Paradis die Chansons Barbaras in landestypischer Sprache neu inszenieren, begeistert Hindi Zahra mit einer Interpretation auf Englisch: Barbara ist vor allem in den französischsprachigen Ländern bekannt. Ich als klassischer Musiker verkaufe meine Alben hingegen in der ganzen Welt und möchte Barbara auch bei einem Publikum bekannt machen, das sie nicht kennt. Deshalb war es wichtig, auch auf Englisch aufzunehmen – damit Barbara auch in anderen Ländern gehört wird.

Auch wenn wir zwei Jahrzehnte auf eine musikalische Hommage an die Dame in Schwarz warten mussten, so haben sich diese Jahre des Wartens gelohnt. Denn Alexandre Tharaud ist es gelungen, ein Tribute-Album zu kreieren, das eine ganz besondere Love Story zwischen den mitwirkenden Künstlern und den französischen Chansons einer besonderen Künstlerin zeichnet – auch wenn Barbara diese leider nicht mehr miterleben darf …

Wer der verstorbenen Chanson-Sängerin noch auf andere als auf musikalische Weise näher kommen möchte, kann hier eines von zehn Exemplaren ihrer unvollendeten Memoiren gewinnen …
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