Welcome to Hell: Ist das noch Demo?

Josefine Rose
07.07.2017

Dass der autonome Anti-G20-Demozug Welcome to Hell auf seinem Protestmarsch nicht weit kommen würde, war im Vorfeld wohl den meisten klar. Dass der Zug aber schon nach nicht einmal 200 Metern gestoppt wurde, überraschte viele. Was noch mehr überraschte, ist die auch einen Tag später noch immer anhaltende Gewaltbereitschaft der sogenannten Demonstranten. Die Frage ist an dieser Stelle jedoch, ob es sich hier überhaupt noch um Demonstranten oder vielmehr um Protestler mit Zerstörungswut handelt…

Welcome to Hell: Hamburg brennt!

So traurig es auch ist, der Name des Protestmarsches ist Programm. Der Aufruf Welcome to Hell ist an diesem Wochenende zum Sinnbild Hamburgs geworden: Autos brennen, über der Stadt sind schon den ganzen Tag dicke Rauchwolken zu sehen. Das Ziel der Autonomen: Randale, Zerstörung, Gewalt. Während auf der einen Seite diskutiert wird, ob die Polizei bei der gestrigen Auflösung der Demo zu früh mit Wasserwerfern und Co. eingeschritten ist, lassen sich die Protestler in ihrem Vorhaben nicht irritieren. Obwohl der schwarze Block aufgelöst wurde, machen seine Mitglieder nach wie vor die Stadt unsicher. Flaschen fliegen, Autos werden angezündet, Fensterscheiben werden eingetreten – die Polizei fordert bundesweite Unterstützung, die Feuerwehr versucht zu retten, was zu retten ist.

Ist das Beirut? Nein, Hamburg!

Videos und Fotos tummeln sich seit gestern in den sozialen Netzwerken. Zu sehen sind Szenen, die an Krisengebiete erinnern, Polizei und Block liefern sich brutale Gefechte, es werden zahlreiche Verletzte von beiden Seiten gemeldet. Aber was ist das? Ist das noch Demonstration? Mit Ausschreitungen und Gewaltbereitschaft wurde gerechnet, aber was sich seit nunmehr 24 Stunden in Hamburg abspielt, macht vor allem eines: Angst!

Was ist noch Demo, was pure Randale?

Eines ist sicher: Hamburg wird eine Weile brauchen, um sich von den Schäden in der Stadt zu erholen. Lässt man eine Portion Galgenhumor sprechen, kann man sagen, dass die Protestler immerhin eines geschafft haben: Über sie wurde in den letzten 24 Stunden mehr berichtet als über Donald Trump und Wladimir Putin zusammen – was für ein schwacher Trost…

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