Schöner wohnen: Das sind die Wandfarbentrends 2022

Wandfarbentrends 2022
Tom Bellamy
30.08.2022

Bist du auf der Suche nach Inspiration, wenn es um das Streichen deiner Wände geht? Wenn ja, hast du Glück! Wir haben einige der angesagtesten Wandfarbtrends für 2022 zusammengestellt. Von gedämpften Neutraltönen bis hin zu kräftigen und leuchtenden Farben ist sicher ein Trend dabei, der dir ins Auge sticht. Wenn du also bereit bist für den Sprung und deinen Wänden einen neuen Anstrich verpassen möchtest, lies weiter.

Welche Farben sind hip?

Obwohl weiße Wände in den letzten Jahren sehr beliebt waren, könnten sie im Jahr 2022 ein wenig veraltet wirken. Stattdessen sind in diesem Jahr wärmere Farbtöne wie Creme oder Elfenbein groß im Kommen. Auch Beige ist wieder im Kommen, da es ein Gefühl von Wärme und Gemütlichkeit vermitteln kann.

Für diejenigen, die einen Farbakzent setzen möchten, werden Hellblau und Grün im Jahr 2022 voraussichtlich sehr beliebt sein. Diese Farben können ein Gefühl der Ruhe und Entspannung vermitteln und sind daher perfekt für Schlafzimmer und Badezimmer.

Wenn es um Akzentwände geht, sind dunkle, stimmungsvolle Farben wie Schieferblau und Anthrazitgrau sehr beliebt. Diese Farben können jedem Raum Tiefe und Reichtum verleihen und sind daher perfekt für Wohnzimmer und Küchen.

Für einen eher traditionellen Look sind Erdtöne wie Beige und Braun immer im Trend. Wenn du einen kräftigen Akzent setzen willst, versuche es mit einer knalligen Farbe wie Rot oder Gelb. Welchen Farbton du auch immer wählst, er sollte deinen persönlichen Stil widerspiegeln und zum Rest deiner Einrichtung passen.

Worauf solltest du beim Kauf einer Wandfarbe achten?

Wenn du Wandfarbe kaufst, solltest du ein paar Dinge beachten. Zunächst solltest du dir überlegen, welche Farbe(n) du verwenden möchtest. Willst du einen einzigen Farbton oder möchtest du einen komplexeren Look mit mehreren Farben kreieren? Wenn du dich für deine Farbpalette entschieden hast, ist es an der Zeit, über das Finish nachzudenken. Willst du ein glänzendes Finish, das das Licht reflektiert, oder ein eher mattes Finish, das das Licht absorbiert?

Aber welche Farben sind qualitativ gut? Wenn du dir nicht sicher bist, fordere Muster an, damit du sehen kannst, wie die Farbe bei verschiedenen Lichtverhältnissen aussieht. Schließlich solltest du die Etiketten sorgfältig lesen, damit du eine Farbe auswählen kannst, die für die Art der Oberfläche, die du streichen willst, geeignet ist. Nachfolgend findest du hilfreiche Tipps für deinen nächsten Farbenkauf:

DIN-Norm

DIN EN 13300 ist die europäische Norm für Innenanstriche. Diese Norm legt die Anforderungen für Farben und Lacke fest, die auf Innenflächen wie Wänden, Decken und Türen verwendet werden. Die Norm gilt sowohl für Farben auf Wasser- als auch auf Ölbasis und enthält Bestimmungen zur Prüfung und Kennzeichnung.

Um die Anforderungen der DIN EN 13300 zu erfüllen, müssen die Hersteller sicherstellen, dass ihre Produkte sicher für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sind. Enthält die von dir gewählte Farbe diesen Hinweis auf DIN EN 13300, kannst du sicher sein, dass das Produkt höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht.

Deckkraftklasse

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Deckkraft, also wie gut die Farbe den Untergrund abdeckt. Wenn du eine dunkle Wand mit einer hellen Farbe überstreichst, solltest du eine Farbe mit hoher Deckkraft verwenden, damit die neue Farbe die alte vollständig abdeckt. Wenn du dagegen eine helle Wand mit einer dunklen Farbe überstreichst, kannst du eine Farbe mit geringerer Deckkraft verwenden.

Es gibt vier verschiedene Deckkraftklassen:

  • Klasse 1: Deckkraft mindestens 99,5 %
  • Klasse 2: Deckkraft mindestens 98 %
  • Klasse 3: Deckkraft mindestens 95 %
  • Klasse 4: Deckkraft weniger als 95 %

Nassabriebklasse

Anhand des Nassabriebs kannst du die Scheuerbeständigkeit und die Robustheit der Farbe unterscheiden, also wie widerstandsfähig die Farbe gegen den Abrieb ist. Es gibt fünf unterschiedliche Nassabriebklassen: Klasse 1 und 2 sind extrem robust und werden für stark beanspruchte Räume verwendet, z.B. in Kinderzimmern oder Wohnzimmern. Eine Farbe der Klasse 3 kann in Räumen gestrichen werden, die kaum beansprucht werden, etwa ein Gästezimmer. Klasse 4 und 5 werden in der Regel eher für Kellerräume oder Hobbyräume verwendet.

Streichen in der Mietwohnung

Wann und wie oft du deine Wohnung streichst, hängt von mehreren Faktoren ab; zuallererst natürlich davon, ob du überhaupt Veränderungen vornehmen willst. Dann ist der Zustand der Wohnung bei deinem Einzug entscheidend. Hat der Vormieter die Wände bereits gestrichen und wenn ja, in welchen Farben? Gefallen sie dir?

 

Ein weiterer Faktor ist, ob du mit dem aktuellen Anstrich noch zufrieden bist. Haben sich deine Vorlieben verändert, möchtest du vielleicht mal was Neues ausprobieren? Zieht jemand bei dir aus, sodass du deine Ideen nun einfacher umsetzen kannst? Oder zieht jemand bei dir ein, der sich mit seinen Farbvorstellungen auch wohlfühlen will?

Gestrichen werden muss in der Regel auch beim Auszug aus der Wohnung. Dies muss aber in einer wirksamen Klausel im Mietvertrag festgehalten sein. Wirksam bedeutet, dass im Laufe des Mietverhältnisses einige Klauseln eventuell ungültig geworden sein können. Dazu zählt unter anderem auch, in welcher Farbe die Wände beim Auszug zu streichen sind. Der Vermieter kann nicht mehr verlangen, dass die Wände weiß gestrichen werden müssen. Es muss aber ein „neutraler“ Farbton sein.

Wie streicht man eigentlich richtig?

Wenn du dich dann für eine Farbe entschieden hast, musst du die zu streichende Fläche vorbereiten. Das bedeutet, dass du die Wände reinigen und alte Farbe oder Tapeten entfernen musst. Weiterhin solltest du so viel wie möglich mit einer Folie abdecken, sodass du ungehindert arbeiten kannst. Fußleisten, Türrahmen und Lichtschalter werden abgeklebt, damit sie keine Farbe abbekommen. Wenn der Untergrund vorbereitet ist, musst du den richtigen Pinsel oder die richtige Rolle für die Arbeit auswählen.

Wenn du beispielsweise eine große Fläche streichst, brauchst du einen breiteren Pinsel, als wenn du eine kleinere Fläche streichst. Hast du den richtigen Pinsel oder die richtige Rolle ausgewählt, kannst du mit dem Streichen beginnen! Eine Regel besagt, dass du zuerst bei der Zimmerdecke anfangen solltest und dann erst die Wände. Beginne damit, die Ränder des Raumes zu streichen und arbeite dich dann zur Mitte hin vor. Achte darauf, dass du eine nasse Kante beibehältst, damit dein Anstrich ein gleichmäßiges Ergebnis erzielt.

Es gibt ein paar Dinge zu beachten, wenn es darum geht, die richtige Farbe zu wählen. Wenn du etwa viele Fenster hast und viel Sonnenlicht einfällt, solltest du eine hellere Farbe wählen, die das Licht reflektiert und deinen Raum aufhellt. Wenn du hingegen weniger Fenster hast oder deine Wohnung eher dunkel ist und du eine Winterdepression verhindern willst, solltest du eine sattere, wärmere Farbe wählen, damit dein Raum gemütlich und einladend wirkt.

Überlege dir, welche Stimmung du in deinem Raum erzeugen willst. Bist du auf der Suche nach etwas Ruhigem und Entspannendem? Oder hoffst du, deinem Raum etwas Energie zu verleihen? Was auch immer dein Stil ist, es gibt viele tolle Farben, die sich gut in einer Wohnung machen – du musst nur die richtige für dich finden.

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